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Einhaltung der Vorschriften für autonome Fahrzeuge in Kalifornien: Eine neue Ära von Bußgeldern, Geofences und 1 Million Meilen
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Guident betreibt einen AuveTech-Shuttle in Südflorida und verwaltet mithilfe seiner Fernüberwachungstechnologie eine vier Meilen lange Strecke in West Palm Beach sowie eine eine Meile lange Strecke in Boca Raton. | Bildnachweis: Guident
Kalifornien definiert die regulatorischen Rahmenbedingungen für fahrerlose Fahrzeuge neu und wendet sich von der „Move fast and break things“-Mentalität der Tech-Branche ab – hin zu strenger Rechenschaftspflicht und strengen Anforderungen an die Fahrleistung.
Harold Braun, Vorstandsvorsitzender und CEO von Guident, sprach mit „The Robot Report“ über den bedeutenden regulatorischen Wandel des Bundesstaates, dessen Ausweitung auf den autonomen Schwerlastverkehr und darüber, wie fortschrittliche Fernüberwachungs- und -steuerungssysteme für die Einhaltung der Vorschriften immer wichtiger werden.
„Kaliforniens Maßnahmen zeigen deutlich, dass der Bundesstaat weiterhin eine Vorreiterrolle beim Einsatz autonomer Fahrzeugtechnologie einnimmt“, sagte er. „Diese Entwicklung ist bahnbrechend, da sie nicht nur den Weg für Tests in abgegrenzten Bereichen ebnet, sondern auch für den Betrieb auf öffentlichen Straßen, was erhebliche Auswirkungen für Entwickler hat.“
Braun betonte, dass autonome Fahrzeuge (AVs) klare regulatorische Anforderungen erfüllen müssen, wobei die öffentliche Sicherheit in jeder Region, in der AVs eingesetzt werden, oberste Priorität hat.
Er räumte ein, dass selbstfahrende Pkw und Lkw erhebliche Risiken für ahnungslose Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger darstellen. Daher legen staatliche Vorschriften fest, wann und wo AVs auf öffentlichen Straßen fahren dürfen. Es entstehen neue Vorschriften, die den Entwicklern von AVs als Leitfaden dienen und gleichzeitig einen rechtlichen Rahmen für weitere Innovationen bieten.
Die Bundesaufsicht über AVs ist in drei unterschiedliche Fahrzeugklassen unterteilt, für die jeweils spezifische regulatorische Rahmenbedingungen gelten:
Speziell entwickelte autonome Fahrzeuge: Diese „reinen“ autonomen Fahrzeuge werden von Grund auf ohne Lenkrad, Pedale oder Bedienelemente für einen menschlichen Fahrer an Bord konstruiert. Diese Klasse wird direkt von der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) reguliert.Personenkraftwagen für Verbraucher: Diese Fahrzeuge reichen von alltäglichen Subarus bis hin zu luxuriösen Jaguars und verfügen über herkömmliche Fahrersitze und manuelle Bedienelemente. Sie können mit „Drive-by-Wire“-Systemen ausgestattet sein – entweder werkseitig installiert oder als Nachrüstung – und müssen den von der NHTSA festgelegten Federal Motor Vehicle Safety Standards (FMVSS) entsprechen.Nutzfahrzeuge: Zu diesem Sektor gehören leichte und schwere Lkw, wie z. B. Sattelzugmaschinen, die häufig nachträglich mit autonomer Fahrtechnik aus dem Nachrüstmarkt ausgestattet werden. Aufgrund ihrer gewerblichen Nutzung fallen diese Fahrzeuge in den Zuständigkeitsbereich der Federal Motor Carrier Safety Administration (FMCSA).Kalifornien ist führend bei den staatlichen Vorschriften für autonome Fahrzeuge
Kalifornien und Florida arbeiten mit der Branche für autonome Fahrzeuge zusammen, um Vorschriften zu erarbeiten, die die Öffentlichkeit schützen und es Technologieunternehmen gleichzeitig ermöglichen, ihre Lösungen sicher zu testen, zu validieren und zu verbessern.
Jüngste Vorschriften in Kalifornien bieten nun einen Rahmen für den Einsatz autonomer Fahrzeuge, einschließlich schwerer Lkw, außerhalb von Geofence-Bereichen und auf öffentlichen Straßen, wodurch diese mit der Öffentlichkeit interagieren können.
Braun erklärt: „Der Einsatz im öffentlichen Raum ist mit spezifischen Verantwortlichkeiten und Vorschriften verbunden, die im neuen Gesetz klar umrissen sind. Dazu gehören Anforderungen in Bezug auf Sicherheit, Aufsicht, Notfallmaßnahmen, Fernsteuerung und Rechenschaftspflicht – genau dafür wurde Guident entwickelt.“
Einzelheiten zu den neuen kalifornischen Vorschriften
Braun ging näher auf die spezifischen Anforderungen der neuen kalifornischen Vorschriften ein, wie beispielsweise Protokollierungsmechanismen, Videoaufzeichnungen und Datenberichterstattung. Hier sind 10 wesentliche Aspekte der Vorschriften:
Ausstellung von „Mitteilungen über Verstöße“: Polizeibeamte können fahrerlose Fahrzeuge formell wegen Verkehrsverstößen ahnden. Anstatt einem Menschen einen herkömmlichen Strafzettel auszustellen, dokumentieren die Beamten den Verkehrsverstoß und senden eine „Mitteilung über einen Verstoß durch ein autonomes Fahrzeug“ direkt an den Fahrzeughersteller und das kalifornische Kraftfahrzeugamt (DMV).Das 72-Stunden-/24-Stunden-Meldefenster: Nach Erhalt einer Mitteilung über die Nichteinhaltung sind die Hersteller gesetzlich verpflichtet, alle relevanten Fahrzeugdaten, Telemetriedaten und eine Erklärung innerhalb von 72 Stunden beim DMV einzureichen. Wenn ein Polizeibeamter den Verstoß aufgrund einer Gefahr für die Öffentlichkeit als „vorrangige Überprüfung“ einstuft, verkürzt sich dieses Antwortfenster auf 24 Stunden.Strenges zweiminütiges Notfall-Geofencing: Lokale Rettungskräfte können während einer Krise, wie beispielsweise bei einem Brand oder an einem aktiven Tatort, eine digitale „Notfall-Geofencing-Meldung“ übermitteln. Nach der Übertragung muss der Hersteller des autonomen Fahrzeugs seine Flotte anweisen, innerhalb von zwei Minuten vollständig umzuleiten oder die Geofencing-Zone zu verlassen.30-Sekunden-Reaktionszeit für Ersthelfer: Jedes fahrerlose Fahrzeug muss mit einem integrierten Zwei-Wege-Sprachkommunikationssystem ausgestattet sein, auf das von außen oder innen zugegriffen werden kann. Wenn ein Ersthelfer dieses nutzt oder die vorgeschriebene, rund um die Uhr erreichbare Prioritätshotline anruft, muss ein menschlicher Fernoperator mit vollständiger Lageerfassung innerhalb von 30 Sekunden antworten.30-Sekunden-Datenerfassung vor einer Kollision: Fahrzeuge müssen über einen dedizierten, isolierten Datenaufzeichnungsmechanismus verfügen (ähnlich der „Black Box“ in Flugzeugen). Dieser muss kontinuierlich mindestens 30 Sekunden lang schreibgeschützte Sensordaten vor jeder Kollision erfassen und speichern, um sicherzustellen, dass die Daten nicht überschrieben oder gelöscht werden können, bevor staatliche Ermittler sie herunterladen.Vorgeschriebene „stufenweise“ Testkilometerleistung (Leichtfahrzeuge): Um eine Genehmigung für den kommerziellen Einsatz von Robotaxis zu erhalten, müssen Unternehmen strenge Kilometerstandskontrollen durchlaufen. Sie müssen 50.000 autonome Meilen (80.467,2 km) mit einem Sicherheitsfahrer zurücklegen, um eine Testgenehmigung für den fahrerlosen Betrieb zu erhalten, und weitere 50.000 Meilen im Rahmen dieser Genehmigung, bevor sie zum kommerziellen, kostenpflichtigen Einsatz übergehen können.1-Millionen-Meilen-Hürde für schwere Lastkraftwagen: Für autonome Schwerlast-Lkw (über 10.001 lb. oder 4.536,3 kg) ist die Testschwelle deutlich höher angesetzt. Schwerlast-Lkw müssen über alle Genehmigungsstufen hinweg insgesamt 1 Million autonome Meilen (1,6 Millionen km) zurücklegen – darunter mindestens 200.000 Meilen (321.868,8 km) speziell auf öffentlichen Straßen in Kalifornien – zurücklegen, bevor sie kommerziell eingesetzt werden dürfen.Einhaltung der Vorschriften an gewerblichen Wiegestationen: Autonome Sattelzugmaschinen können die staatlichen Frachtvorschriften nicht mehr umgehen. Sie sind gesetzlich verpflichtet, anzuhalten und alle Wiegestationen der California Highway Patrol (CHP) zu passieren, wobei sie genau denselben Sicherheits- und Gewichtskontrollen unterliegen wie von Menschen gesteuerte Lkw.Standort- und Genehmigungsvorschriften für Fernfahrer: Fernfahrer (d. h. Fahrer, die dynamische Fahraufgaben aktiv aus der Ferne ausführen können) müssen sich physisch in den USA befinden und einen gültigen kalifornischen Führerschein besitzen. Darüber hinaus müssen Fernfahrer ihre eigenen, vom jeweiligen Bundesstaat ausgestellten Betriebsgenehmigungen für autonome Fahrzeuge (AV) einholen.Sofortiger Entzug der Genehmigung bei Systemausfällen: Die Regulierungsbefugnis des DMV wird ausdrücklich erweitert, um sofortige Aussetzungen der Genehmigung, Einschränkungen des Betriebsbereichs oder den vollständigen Entzug der Genehmigung zu veranlassen, wenn eine Flotte wiederholt Hardware- oder Softwareausfälle aufweist, Notfalleinsätze behindert oder zugrunde liegende technologische Probleme nicht behebt.Wie Guident die neuen Vorschriften unterstützt
Das Guident Remote Monitor & Control Center (RMCC) umfasst eine Reihe von Funktionen wie Fernüberwachung, Unterstützung, Steuerung, Fernbedienung und Analytik.
Das Unternehmen erklärte, dass diese Funktionen es Entwicklern autonomer Fahrzeuge ermöglichen, die Anforderungen der neuen Vorschriften zu erfüllen. So ermöglicht das RMCC beispielsweise Fernbedienern, das Fahrzeug effizient zu überwachen und mit ihm zu interagieren.
Es umfasst Funktionen zur Interaktion mit Rettungskräften und ermöglicht die schnelle Triage in Notfällen. In das RMCC ist ein persönliches Kommunikationsmodul integriert, das die bidirektionale Kommunikation zwischen Fernbedienern und Fahrzeuginsassen erleichtert.
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„Kaliforniens Maßnahmen zeigen deutlich, dass der Bundesstaat weiterhin eine Vorreiterrolle beim Einsatz autonomer Fahrzeugtechnologie einnimmt“, sagte er. „Diese Entwicklung ist bahnbrechend, da sie nicht nur den Weg für Tests in abgegrenzten Bereichen ebnet, sondern auch für den Betrieb auf öffentlichen Straßen, was erhebliche Auswirkungen für Entwickler hat.“
Braun betonte, dass autonome Fahrzeuge (AVs) klare regulatorische Anforderungen erfüllen müssen, wobei die öffentliche Sicherheit in jeder Region, in der AVs eingesetzt werden, oberste Priorität hat.
Er räumte ein, dass selbstfahrende Pkw und Lkw erhebliche Risiken für ahnungslose Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger darstellen. Daher legen staatliche Vorschriften fest, wann und wo AVs auf öffentlichen Straßen fahren dürfen. Es entstehen neue Vorschriften, die den Entwicklern von AVs als Leitfaden dienen und gleichzeitig einen rechtlichen Rahmen für weitere Innovationen bieten.
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