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Bumble stellt den KI-Dating-Assistenten „Bee“ vor, um die Kontakte zwischen Nutzern zu optimieren
Bumble, das Unternehmen hinter der beliebten Dating-App, beschäftigt sich nun mit generativer KI-Technologie. Bei der Bekanntgabe der Ergebnisse für das vierte Quartal am Mittwoch stellte Bumble einen neuen KI-Assistenten namens „Bee“ vor, der als persönlicher Partnervermittler fungieren soll. Bee lernt durch private Gespräche die Werte, Beziehungsziele, Kommunikationspräferenzen, den Lebensstil und die Dating-Absichten der Nutzer kennen. Diese Erkenntnisse helfen dem Assistenten dabei, jedem Nutzer passendere Partnervorschläge zu unterbreiten.
Laut Whitney Wolfe Herd, Gründerin und CEO von Bumble, befindet sich Bee derzeit in einer internen Pilotphase, wobei ein öffentlicher Beta-Start in Kürze geplant ist.
Bee ermöglicht es Bumble, umfassendere Informationen über seine Nutzer zu sammeln, indem es deren persönliche Geschichten und Vorlieben versteht. Damit hebt sich Bumble von Konkurrenten wie Tinder ab, das kürzlich seine Plattform überarbeitet hat, nachdem das Engagement der Nutzer der Generation Z nachgelassen hatte.
Die Nutzer werden mit Bee ähnlich wie mit anderen KI-Chatbots interagieren – über Text und Sprache in einem dialogorientierten Stil.

Bildnachweis:Bumble
Zunächst wird Bee eine neue Funktion namens „Dates“ unterstützen, bei der es mithilfe von KI potenzielle Matches empfiehlt. Im Laufe der Zeit könnte Bee auf andere Bereiche ausgeweitet werden, beispielsweise um Date-Ideen vorzuschlagen oder anonymes Feedback von früheren Matches zu sammeln.
Im Rahmen der „Dates“-Funktion lernt Bee den Nutzer zunächst in einem privaten Onboarding-Chat kennen. Anschließend identifiziert es zwei Personen mit gemeinsamen Absichten, Werten und Beziehungszielen. Beide Nutzer erhalten eine Benachrichtigung, in der erklärt wird, warum sie gut zusammenpassen.
Dieses Update ist Teil einer umfassenderen, von Technologie und KI getriebenen Transformation bei Bumble, das sich in der Vergangenheit vor allem auf Funktionen konzentriert hat, die Frauen unterstützen. Die App führte Innovationen ein, wie die Verpflichtung für Frauen, den ersten Schritt zu machen, das Verbot von Body-Shaming und das Unkenntlichmachen unerwünschter expliziter Bilder.

Bildnachweis:Bumble
Nun will Bumble KI nutzen, um das Nutzerwachstum wieder anzukurbeln, insbesondere da jüngere Nutzer – vor allem aus der Generation Z – des Wischens überdrüssig werden.
Herd merkte an, dass Bumble in bestimmten Märkten möglicherweise testen wird, den Wischmechanismus zu entfernen. Anstatt sich auf binäre Ja/Nein-Wischgesten zu verlassen, wird sich die App auf Funktionen wie „kapitelbasierte“ Profile konzentrieren, in denen Nutzer verschiedene Teile ihrer Lebensgeschichte teilen. Dies liefert mehr Daten, um die KI und die Matching-Algorithmen von Bumble zu füttern.
„Wir planen, ansprechendere Möglichkeiten einzuführen, mit denen Nutzer Interesse an der Geschichte einer Person bekunden können, nicht nur an ihrem Profil. Dies wird zu einer intensiveren Interaktion, besseren Gesprächen und verbesserten KPIs auf der gesamten Plattform führen“, erklärte Wolfe Herd. „Wir verfolgen außerdem einen bewussteren Ansatz, um Gespräche offline zu verlagern, anstatt sie in endlosen Chat-Schleifen versanden zu lassen.“
Bumble sucht zudem nach Möglichkeiten, Nutzer der Generation Z besser anzusprechen, die oft soziale Gruppensituationen dem traditionellen Einzel-Dating vorziehen.
Das Unternehmen hat über mehrere Jahre hinweg KI in seine App integriert, darunter Tools für die Fotoauswahl, Nutzer-Feedback und Sicherheitsverbesserungen. Wolfe Herd teilte mit, dass die Backend-Infrastruktur von Bumble aktualisiert wurde, um diese KI-gesteuerten Funktionen zu unterstützen.
Bumble meldete für das vierte Quartal besser als erwartete Ergebnisse: Der Umsatz erreichte 224,2 Millionen US-Dollar, und der durchschnittliche Umsatz pro zahlendem Nutzer stieg um 7,9 % auf 22,20 US-Dollar. Nach der Bekanntgabe stieg die Aktie des Unternehmens um rund 40 %.
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Bildnachweis:Bumble
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