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Motional plant Neustart seines Robotaxi-Dienstes mit Schwerpunkt auf KI und Einführung von fahrerlosen Fahrzeugen bis 2026
Vor fast zwei Jahren befand sich Motional an einem kritischen Punkt in der Branche für autonome Fahrzeuge.
Das Unternehmen, das aus einem 4-Milliarden-Dollar-Joint-Venture zwischen der Hyundai Motor Group und Aptiv hervorgegangen war, hatte bereits die Einführung seines fahrerlosen Robotaxi-Dienstes mit Lyft verschoben. Nachdem Aptiv seine finanzielle Unterstützung zurückgezogen hatte, schoss Hyundai eine zusätzliche Milliarde Dollar zu, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Eine Reihe von Personalabbau-Maßnahmen, darunter eine Kürzung um 40 % im Mai 2024, reduzierte die Mitarbeiterzahl von einem Höchststand von 1.400 auf unter 600. Gleichzeitig veränderten rasante Fortschritte im Bereich der KI die technischen Ansätze.
Angesichts der Notwendigkeit, sich anzupassen oder den Betrieb einzustellen, stellte Motional seine Aktivitäten ein und entschied sich für eine Weiterentwicklung.
Motional bestätigte gegenüber TechCrunch, dass es seine Robotaxi-Strategie mit einer AI-first-Methodik für seine selbstfahrende Technologie neu aufgelegt hat und bis Ende 2026 einen kommerziellen fahrerlosen Dienst in Las Vegas anstrebt. Das Unternehmen hat einen nur für Mitarbeiter zugänglichen Robotaxi-Dienst mit Sicherheitsfahrern eingeführt und beabsichtigt, diesen noch in diesem Jahr über einen nicht genannten Ride-Hailing-Partner öffentlich auszuweiten. Bis zum Jahresende plant Motional, die Sicherheitsfahrer abzuschaffen und den vollständig fahrerlosen kommerziellen Betrieb aufzunehmen.
„Wir haben das transformative Potenzial der jüngsten Durchbrüche im Bereich der KI erkannt“, erklärte Laura Major, CEO von Motional, während einer Präsentation in Las Vegas. „Obwohl unser bestehendes System sicher war, haben wir eine Lücke bei der Realisierung einer erschwinglichen, skalierbaren globalen Lösung festgestellt. Dies hat uns dazu veranlasst, den kommerziellen Betrieb vorübergehend einzustellen – wodurch wir den kurzfristigen Fortschritt verlangsamt haben, um den langfristigen Erfolg zu beschleunigen.“

Diese strategische Neuausrichtung beinhaltete den Übergang von der traditionellen Robotik zu KI-Grundlagenmodellen. Die Plattform von Motional integrierte zwar bereits maschinelles Lernen für Wahrnehmung und Schlussfolgerungen, stützte sich jedoch stark auf regelbasierte Programmierung. Laut Major führte dies zu einem komplexen Software-Ökosystem, das die Skalierbarkeit einschränkte.
Unterdessen revolutionierten Transformer-Architekturen, die ursprünglich für die Sprachverarbeitung entwickelt worden waren, physische KI-Systeme, darunter auch das autonome Fahren. Diese technologische Entwicklung ermöglichte ausgefeilte KI-Modelle wie ChatGPT und veränderte damit die Branchenstandards.
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San Francisco | 13. bis 15. Oktober 2026 JETZT AUF DIE WARTELISTE SETZENMotional hat Methoden entwickelt, um spezialisierte Modelle in einer einheitlichen Architektur zu konsolidieren und gleichzeitig einzelne Komponenten für die Flexibilität der Entwickler beizubehalten. Major betonte, dass dieser hybride Ansatz zwei Vorteile bietet.
„Diese Architektur ermöglicht zwei entscheidende Funktionen: nahtlose Anpassung an neue Städte und Umgebungen sowie kosteneffiziente Skalierbarkeit“, erklärte sie. „Beispielsweise erfordern unterschiedliche Ampelsignale zwischen Städten keine Neuentwicklung des Systems mehr – lediglich die Datenerfassung und das Modelltraining für einen sicheren Betrieb.“
TechCrunch testete das aktualisierte System von Motional während einer 30-minütigen Demonstration in Las Vegas. Zwar lassen sich autonome Technologien bei Einzelfahrten nicht vollständig bewerten, doch zeigen sie operative Nuancen und Entwicklungsfortschritte auf.
Das Vorführfahrzeug Hyundai Ioniq 5 navigierte vom Las Vegas Boulevard in die belebte Abholzone des Aria Hotels und manövrierte dabei um stehende Taxis, Fußgänger und dekorative Hindernisse herum. Das System zeigte gemessene Fortschritte bei der Bewältigung komplexer urbaner Herausforderungen.
Frühere Partnerschaften mit Lyft umfassten eine teilweise Autonomie, wobei Parkplätze und Hotelzonen ausgeschlossen waren, in denen die Fahrer die Kontrolle übernahmen. Das neue System bewältigt diese herausfordernden Umgebungen autonom.
Die Entwicklung der Fahrzeugdisplays und der Reaktionsoptimierung wird fortgesetzt, was sich in der vorsichtigen Navigation um doppelt geparkte Lieferfahrzeuge während der Vorführung zeigte. Trotz dieser Verfeinerungen war kein Eingreifen des Sicherheitsfahrers erforderlich.
Major versichert, dass der Weg von Motional sowohl Sicherheit als auch Wirtschaftlichkeit gewährleistet, wobei Hyundai sich zu einer langfristigen Entwicklung verpflichtet hat.
„Unsere ultimative Vision ist die Implementierung der Autonomiestufe 4 in Verbraucherfahrzeugen“, erklärte Major und verwies dabei auf vollständig autonome Systeme, die keine menschlichen Eingriffe erfordern. „Robotaxis stellen die erste Anwendung dar, aber letztendlich strebt jeder Automobilhersteller die Integration dieser Technologie in Serienfahrzeuge an.“
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