Ford rüstet BlueCruise mit KI-Assistent und verbesserter Freisprechtechnologie auf

Ford kündigte auf der Consumer Electronics Show 2026 an, dass es einen KI-Assistenten entwickelt, der zunächst in seiner Smartphone-App eingeführt und dann 2027 in seine Fahrzeuge integriert werden soll. Das Unternehmen stellte außerdem eine Vorschau auf die nächste Generation seines fortschrittlichen Fahrerassistenzsystems BlueCruise vor, das sowohl kostengünstiger in der Herstellung als auch leistungsfähiger ist und den Weg für freihändiges und blickfreies Fahren bis 2028 ebnet.
Diese Ankündigung stach als eine der wenigen von einem großen Automobilhersteller auf der CES hervor, was eine deutliche Veränderung gegenüber den späten 2010er Jahren darstellt, als Automobilunternehmen eine dominierende Präsenz auf der Messe hatten. Ford veröffentlichte die Nachricht nicht im Rahmen einer großen Keynote, sondern während einer „Great Minds”-Vortragsreihe, die sich mit der Konvergenz von Technologie und menschlicher Erfahrung befasste.
Ford gibt an, dass sein digitaler Assistent, der auf Google Cloud basiert und auf bestehenden großen Sprachmodellen aufbaut, umfassenden Zugriff auf Fahrzeugdaten haben wird. Dadurch kann er allgemeine Fragen beantworten, wie z. B. „Wie viele Säcke Mulch passen auf meine Ladefläche?”, und detaillierte Echtzeitinformationen wie die Lebensdauer des Motoröls liefern.
Der Assistent wird Anfang 2026 in der neu aktualisierten Ford-App eingeführt. Eine native Version für Fahrzeuge wird 2027 folgen, allerdings hat Ford noch nicht angegeben, welche Modelle sie zuerst erhalten werden.
Ford hat zwar keine genauen Angaben zur Benutzererfahrung im Fahrzeug gemacht, aber ein Blick auf andere technologieorientierte Autohersteller liefert Hinweise. Kürzlich demonstrierte Rivian, wie sein Assistent Textnachrichten, komplexe Navigation und Klimaregelungen verarbeitet. Tesla hat seinen Grok-Chatbot integriert, den Besitzer für spontane Tourplanungen nutzen. Die anfänglichen Funktionen von Ford mögen sich davon unterscheiden, aber das Unternehmen hat ein ganzes Jahr Zeit, um die Fahrzeugintegration vor der Markteinführung 2027 zu verfeinern.
Das am Mittwoch vorgestellte neue BlueCruise-System soll in der Herstellung 30 % günstiger sein als die aktuelle Version. Es soll 2027 in dem ersten Elektrofahrzeug auf der kostengünstigen „Universal Electric Vehicle”-Plattform von Ford zum Einsatz kommen, bei dem es sich voraussichtlich um einen mittelgroßen Pickup-Truck handeln wird.
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