ABB Robotics stellt die autonome Oberflächenbearbeitungszelle „OmniVance“ vor

ABB Robotics erklärte, dass diese Oberflächenbearbeitungszelle darauf abzielt, die Lücke zwischen maßgeschneiderter Automatisierung und Einsteiger-Toolkits zu schließen. | Quelle: ABB Robotics
ABB Robotics hat kürzlich seine erste vollautomatische Schleif- und Polierzelle vorgestellt. Das in Zürich ansässige Unternehmen gab bekannt, dass die OmniVance Collaborative Surface Finishing Cell wesentliche Oberflächenbearbeitungsvorgänge wie Schleifen und Polieren automatisieren kann.
Die Oberflächenbearbeitung ist ein entscheidender Fertigungsschritt in nahezu allen Branchen. Unternehmen stehen jedoch vor einer doppelten Herausforderung: immer komplexeren Produktionsanforderungen und einem anhaltenden Fachkräftemangel. Deloitte und das Manufacturing Institute prognostizieren, dass bis 2033 1,9 Millionen Stellen in der Fertigung unbesetzt bleiben könnten.
„Immer mehr Unternehmen versuchen, Prozesse wie Schleifen und Polieren zu automatisieren, doch vielen kleineren Betrieben fehlt es an internem Robotik-Know-how. Obwohl sie durchgehend einwandfreie Qualität gewährleisten müssen, war eine geeignete Lösung für ihre spezifischen Anforderungen bisher schwer zu finden“, erklärte Craig McDonnell, Managing Director der Business-Line Industries bei ABB Robotics.
„Viele Unternehmen zögern, in komplexe, maßgeschneiderte Automatisierungslösungen zu investieren, während handelsübliche Standardwerkzeuge oft nicht über die erforderliche Skalierbarkeit und Leistungsfähigkeit verfügen“, fügte er hinzu. „Mit unserer neuen OmniVance Collaborative Surface Finishing Cell bieten wir Robotik in Industriequalität in einem einfachen, kostengünstigen und skalierbaren Paket an.“
OmniVance ist als eigenständige, einfach zu implementierende Lösung konzipiert
ABB erklärte, dass die OmniVance Collaborative Surface Finishing Cell eine schlüsselfertige Lösung ist, die die Lücke zwischen maßgeschneiderter Automatisierung und einfachen Werkzeugsätzen schließen soll. Sie nutzt einen GoFa-Kollaborationsroboter, um eine hochwertige, präzise Oberflächenbearbeitung durchzuführen.
Die Zelle ist vollständig in sich geschlossen und wird als einsatzbereites Plug-and-Play-System geliefert, das den GoFa-Roboter und alle erforderlichen Sicherheitskomponenten umfasst. ABB wies darauf hin, dass die vollständig CE-zertifizierte Zelle keine zusätzlichen technischen Vorarbeiten erfordert, um in Betrieb genommen und die Produktion aufgenommen zu werden. Das Unternehmen hob außerdem hervor, dass das Hinzufügen neuer Werkzeuge und Zubehörteile unkompliziert ist, was das System für vielfältige Produktionsumgebungen mit hoher Produktvielfalt äußerst flexibel macht.
Durch die Automatisierung sich wiederholender Schleif- und Polieraufgaben kann die Zelle laut ABB den Produktionsdurchsatz steigern und herkömmlichen Ausschuss sowie Nacharbeiten minimieren, was Zeit, Arbeitsaufwand und Kosten spart. Die integrierte Staubabsaugung trägt dazu bei, einen sauberen und sicheren Arbeitsbereich zu gewährleisten und gleichzeitig die Qualität der Endprodukte weiter zu verbessern. Die Automatisierung verringert zudem die körperliche Belastung der Mitarbeiter und ermöglicht es Fachkräften, sich auf höherwertige Tätigkeiten zu konzentrieren, so ABB Robotics.
Das Unternehmen hat seine Software so entwickelt, dass sie intuitiv zu bedienen ist, eine einfache Einrichtung ermöglicht und den gesamten Veredelungsprozess verwaltet. ABB erklärte, dass eine tabletähnliche Benutzeroberfläche für Bediener ohne Robotik-Erfahrung benutzerfreundlich ist und keine individuelle Programmierung erfordert.
Funktionen wie die 3D-Bahnaufzeichnung, die Erstellung voreingestellter 2D-Bahnen und die intuitive Bahnbearbeitung – integriert in die „Wizard Easy Programming“-Blöcke – können die Programmierzeit um bis zu 90 % verkürzen, so das Unternehmen.
Finishing-Zelle ergänzt das wachsende Portfolio von ABB Robotics
ABB ist ein weltweit führender Hersteller von Robotern. Das Portfolio des Unternehmens umfasst industrielle Automatisierung, kollaborative Roboter und autonome mobile Roboter (AMRs) für verschiedene Branchen, darunter Automobil, Elektronik und Logistik.
Im Oktober 2025 gab die ABB-Gruppe Pläne bekannt, ihren Robotik-Geschäftsbereich für 5,3 Milliarden US-Dollar an die SoftBank Group zu verkaufen. ABB Robotics beschäftigt rund 7.000 Mitarbeiter; der US-Hauptsitz und die Produktionsstätte befinden sich in Auburn Hills, Michigan.
Im vergangenen Monat brachte ABB seine neue PoWa-Familie von kraft- und leistungsbegrenzten Robotern auf den Markt. PoWa erweitert das Angebot an kollaborativen Robotern von ABB um Modelle in Industriequalität mit sechs Traglastkategorien von 7 bis 30 kg (15,4 bis 66,1 lb.) und Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 5,8 m/s (13 mph).
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