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UBS überprüft neue Strategie für Investitionen in den Bereichen Internet und KI in Hongkong: Neubewertung und Wertsteigerung

Am 21. Mai schloss der Hang Seng Tech Index mit einem Minus von 2,15 %, womit sich sein Rückgang seit Jahresbeginn auf fast 15 % belief. Angesichts der trüben Marktstimmung erklärte Fang Jincong, Leiter der China-Internet-Branchenanalyse bei UBS, bei einer Pressekonferenz, dass der Sektor zwar kurzfristig mit Gegenwind zu kämpfen habe, sich die langfristige Anlagestrategie für Internetunternehmen jedoch grundlegend gewandelt habe.
1. Drei sich überschneidende Belastungen und robuste Fundamentaldaten
Fang Jincong führte den jüngsten Rückgang des Index auf drei gleichzeitig auftretende Belastungen zurück: ein schwaches makroökonomisches Umfeld, das auf konsumorientierte Unternehmen (E-Commerce, Werbung, lokale Dienstleistungen) drückt, steigende KI-bezogene Investitionsausgaben, die die kurzfristigen Gewinne schmälern, sowie anhaltende Unsicherheit über den Weg zur Monetarisierung von KI.
Dennoch zeigen die Gewinnberichte eine robuste zugrunde liegende Stärke. Internetgiganten verbessern ihre Gewinnmargen weiterhin durch Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen, wobei sich die Verluste im Kerngeschäft deutlich verringern. Sie konzentrieren sich zudem auf umsatzgenerierende Kanäle wie API-Lizenzierung, KI-gestützte Werbung und die Integration von Gaming-Szenarien. Fang ist der Ansicht, dass negative Nachrichten bereits weitgehend eingepreist sind, und verweist auf „niedrige Erwartungen, niedrige Bewertungen und eine Bodenbildung bei den Fundamentaldaten“ – ein Zeichen dafür, dass die Aktienkurse einen zyklischen Tiefpunkt erreichen.
2. Unterschiedliche Wege zu Überrenditen: Große Modelle vs. Gaming
Mit Blick auf die Zukunft skizzierten die Analysten von UBS zwei unterschiedliche Wege für Anleger, die nach Alpha suchen:
Unternehmen mit großen Modellen (Wachstumslogik): Gilt als das Segment mit dem größten Wachstumspotenzial, mit der Aussicht auf eine 10- bis 30-fache Skalierung. Dies ist klassisches Wachstumsinvestieren, das auf hohe Renditen abzielt, indem es bahnbrechende Chancen nutzt.
Gaming-Sektor (Sicherheitslogik): Besser geeignet für risikoscheue Anleger. Obwohl das erwartete Wachstum im zweistelligen Bereich liegt, werden führende Gaming-Unternehmen nur mit dem 12- bis 13-fachen des Gewinns gehandelt – was eine große Sicherheitsmarge und eine hohe Wahrscheinlichkeit für Überrenditen bietet.
3. Grundlegende Unterschiede bei den Bewertungsansätzen
Die Bewertungsrahmen unterscheiden sich stark zwischen Anbietern von KI-Modellen und traditionellen Internetunternehmen:
KI-Start-ups (P/ARR-Methode): Werden anhand von Kurs-zu-jährlichen-wiederkehrenden-Umsatz-Multiplikatoren bewertet, wobei Aufschläge durch technologische Führungsposition, Knappheit der Vermögenswerte und eine Liquiditätsprämie rund um den Börsengang getrieben werden. Die Aktienperformance von MiniMax und Zhipu in Hongkong spiegelt beispielsweise bereits die Anerkennung ihres rasanten Wachstums durch den Markt wider.
Internetgiganten (Rentabilitätsmethode): Nach wie vor an der Rentabilität ihrer traditionellen Geschäftsbereiche ausgerichtet. Da KI kapitalintensiv ist (hohe Investitionen in Rechenleistung) und ihr Beitrag schwer isolierbar ist, können diese Unternehmen nicht die gleichen Bewertungsmultiplikatoren erzielen wie schlanke KI-Start-ups.
4. Die Kernthese des KI-Zeitalters: Vom Verkauf von Zeit zum Verkauf von Wert
Fang Jincong merkte an, dass sich diese KI-Welle grundlegend vom Zeitalter des mobilen Internets unterscheidet:
Mobiles Internet: Die Logik war die Monetarisierung des Datenverkehrs, begrenzt durch die tägliche Online-Zeit der Nutzer (etwa sechs bis sieben Stunden).
KI-Ära: Die Logik ist die Wertschöpfung – der Verkauf von APIs und Tokens, die Unternehmen oder Einzelpersonen helfen, ihre Effizienz zu steigern und Zeit zu sparen. „Die geteilte Wertschöpfung“ impliziert eine Monetarisierungsgrenze, die weit über einfache, auf Traffic basierende Werbung hinausgeht. Das, so argumentiert Fang, ist die echte langfristige Chance für große Internetunternehmen im KI-Zeitalter.
UBS ist der Ansicht, dass sich Internetunternehmen in der zweiten Hälfte des Zyklus durch szenariobasierte Anwendungsfälle neu bewerten lassen, da sich kommerzielle KI-Anwendungen von der „reinen Informationsbereitstellung“ hin zu einer „tiefen Durchdringung der Wirtschaft“ entwickeln. Für Anleger könnte die derzeit geringe Volatilität eine Gelegenheit sein, sich mit den Fundamentaldaten auseinanderzusetzen und sich auf langfristige KI-Gewinner zu positionieren.
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Fang Jincong führte den jüngsten Rückgang des Index auf drei gleichzeitig auftretende Belastungen zurück: ein schwaches makroökonomisches Umfeld, das auf konsumorientierte Unternehmen (E-Commerce, Werbung, lokale Dienstleistungen) drückt, steigende KI-bezogene Investitionsausgaben, die die kurzfristigen Gewinne schmälern, sowie anhaltende Unsicherheit über den Weg zur Monetarisierung von KI.
Dennoch zeigen die Gewinnberichte eine robuste zugrunde liegende Stärke. Internetgiganten verbessern ihre Gewinnmargen weiterhin durch Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen, wobei sich die Verluste im Kerngeschäft deutlich verringern. Sie konzentrieren sich zudem auf umsatzgenerierende Kanäle wie API-Lizenzierung, KI-gestützte Werbung und die Integration von Gaming-Szenarien. Fang ist der Ansicht, dass negative Nachrichten bereits weitgehend eingepreist sind, und verweist auf „niedrige Erwartungen, niedrige Bewertungen und eine Bodenbildung bei den Fundamentaldaten“ – ein Zeichen dafür, dass die Aktienkurse einen zyklischen Tiefpunkt erreichen.
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