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OpenAI: Das Vorhaben, ChatGPT zu einer Amazon-ähnlichen Plattform zu machen, gerät ins Stocken

Das Ziel von OpenAI, ChatGPT zu einer E-Commerce-Plattform zu machen, hat sich noch nicht ganz verwirklicht – zumindest noch nicht. In einer Mitteilung vom Dienstag teilte das Unternehmen mit, dass es eine kürzlich eingeführte Funktion wieder einstellen werde, mit der Nutzer Artikel direkt über die Chatbot-Oberfläche kaufen konnten.
OpenAI hatte im vergangenen Jahr erstmals Shopping-Funktionen in ChatGPT eingeführt und das Programm als „Shopping-Assistenten“ positioniert, der Verbraucher mit passenden Anbietern zusammenbringen sollte. Im September wurde eine Funktion namens „Instant Checkout“ eingeführt, die Nutzer dazu ermutigte, ihre Kaufwünsche mit dem Chatbot zu besprechen und – ähnlich wie auf einer herkömmlichen E-Commerce-Website – Produkte innerhalb von ChatGPT in einen Warenkorb zu legen. Während die Artikel bei den Anbietern gekauft wurden, diente ChatGPT als Portal für diese Transaktionen.
„Instant Checkout“ war jedoch kein großer Erfolg. „Wir haben festgestellt, dass die ursprüngliche Version von ‚Instant Checkout‘ nicht das Maß an Flexibilität bot, das wir anstreben. Daher ermöglichen wir Händlern nun, ihre eigenen Checkout-Prozesse zu nutzen, während wir uns auf die Produktsuche konzentrieren“, erklärte das Unternehmen in seinem Blogbeitrag. OpenAI stellte gegenüber TechCrunch klar, dass Händler die Funktion vorerst weiterhin über Apps innerhalb von ChatGPT integrieren können.
Ein OpenAI-Sprecher teilte TechCrunch mit, dass das Unternehmen die Entwicklung von „Instant Checkout“ als eigenständige Funktion zurückstellen und stattdessen den Schwerpunkt auf die Produktsuche für Verbraucher legen werde. Das Unternehmen wird weiterhin verschiedene Bezahlwege unterstützen, darunter auch über die eigenen Websites der Händler.
„The Information“ und CNBC hatten zuvor berichtet, dass der neue Plan von OpenAI vorsah, dass Händler ihre eigenen Apps innerhalb von ChatGPT erstellen, die Nutzer dann zu den Bezahlvorgängen auf den jeweiligen Websites der Händler weiterleiten würden. Eine Quelle, die mit „The Information“ sprach, merkte an, dass ChatGPT-Nutzer den Chatbot einfach „nicht dazu nutzten, um tatsächlich Einkäufe zu tätigen“, und eine Studie vom Oktober, die den Referral-Traffic von ChatGPT untersuchte, ergab, dass E-Commerce-Websites keine nennenswerten Umsätze mit ChatGPT-Nutzern erzielten.
Anstatt ChatGPT in ein Einkaufsportal zu verwandeln, entwickelt OpenAI es nun zu einer zentralen Anlaufstelle für Verbraucherinformationen. Auf diese Weise werden Online-Käufer es als vermittelndes Recherchetool betrachten, das ihnen bei der Entscheidung hilft, welches Produkt sie letztendlich kaufen sollen.
Dieses Einkaufserlebnis basiert auf dem „Agentic Commerce Protocol“ (ACP), einem offenen Standard für den E-Commerce, den OpenAI in Zusammenarbeit mit dem Fintech-Riesen Stripe entwickelt hat. Das Protokoll nutzt Daten, die von teilnehmenden Händlern bereitgestellt werden.
OpenAI kündigte an, dass ChatGPT künftig detailliertere Produktinformationen bereitstellen wird – mit nebeneinander angeordneten Bildern und Vergleichsdaten zu jedem Artikel, wie beispielsweise Preisen, Funktionen und Bewertungen.
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