Ehemalige Google-Mitarbeiter starten KI-Lern-App, die junge Köpfe begeistert
Große Technologieunternehmen und innovative Start-ups sehen generative KI als wichtiges Werkzeug für die Entwicklung kinderfreundlicher Software und Hardware. Viele bestehende Lösungen basieren jedoch ausschließlich auf Text oder Sprache, was die Aufmerksamkeit von Kindern nicht unbedingt aufrechterhalten kann. Ein Team ehemaliger Google-Mitarbeiter möchte dieses Problem mit Sparkli lösen, einer interaktiven App, die auf generativer KI basiert.
Sparkli wurde im vergangenen Jahr von den Mitbegründern Lax Poojary, Lucie Marchand und Myn Kang ins Leben gerufen. Als Eltern hatten Poojary und Kang oft Schwierigkeiten, zufriedenstellende und spannende Antworten auf die endlosen Fragen ihrer Kinder zu finden.
„Kinder sind von Natur aus neugierig. Mein Sohn fragte mich, wie Autos funktionieren oder warum es regnet“, erklärte Poojary gegenüber TechCrunch. „Ich nutzte ChatGPT oder Gemini, um die Dinge für einen Sechsjährigen in einfachen Worten zu erklären, aber das Ergebnis war immer noch nur ein Textblock. Kinder sehnen sich nach einer interaktiven Erfahrung. Diese Erkenntnis war die Grundlage für Sparkli.“

Bildnachweis: Sparkli Vor der Gründung von Sparkli gründeten Poojary und Kang gemeinsam Touring Bird, einen Reiseaggregator, und Shoploop, eine videogestützte Social-Commerce-App, innerhalb der internen Inkubator-Einrichtung von Google, Area 120. Poojary war später in verschiedenen Funktionen mit Schwerpunkt Shopping bei Google und YouTube tätig. CTO Lucie Marchand war ebenfalls Mitbegründerin von Shoploop und hat einen Hintergrund bei Google.
„Wenn ein Kind vor fünfzig Jahren gefragt hätte, wie der Mars aussieht, hätten wir ihm vielleicht ein Bild gezeigt“, sagte Poojary. „Vor zehn Jahren vielleicht ein Video. Mit Sparkli möchten wir, dass Kinder interagieren und aus erster Hand erleben können, wie der Mars aussieht.“
Das Start-up weist darauf hin, dass traditionelle Bildungssysteme bei der Vermittlung zeitgemäßer Themen oft hinterherhinken. Sparkli begegnet diesem Problem, indem es KI-gestützte Lernexpeditionen zu Themen wie Produktdesign, Finanzwissen und Unternehmertum anbietet.
Mit der App können Nutzer vordefinierte Themen aus verschiedenen Kategorien erkunden oder eigene Fragen stellen, um einen individuellen Lernpfad zu erstellen. Die Funktion „Thema des Tages“ stellt täglich ein neues Thema vor. Kinder können sich die KI-generierte Erzählung anhören oder den Text lesen. Jedes Thema umfasst eine Mischung aus Audio, Video, Bildern, Quizfragen und Spielen. Die App bietet auch Abenteuerreisen im Stil von „Choose your own adventure“, bei denen es keinen Druck gibt, richtige oder falsche Antworten zu geben.
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Bildnachweis: Sparkli Poojary merkte an, dass Sparkli generative KI nutzt, um alle seine Medienressourcen sofort zu erstellen. Die Plattform kann innerhalb von zwei Minuten nach einer Anfrage eine vollständige Lernerfahrung generieren und strebt an, diese Zeit noch weiter zu verkürzen.
Während allgemeine KI-Assistenten das Lernen unterstützen können, betont Sparkli, dass ihr Hauptaugenmerk nicht auf der Bildung liegt. Um die Wirksamkeit sicherzustellen, waren die ersten beiden Mitarbeiter des Unternehmens ein Doktor der Erziehungswissenschaften und KI sowie ein erfahrener Lehrer. Diese bewusste Entscheidung stellt sicher, dass die Inhalte pädagogisch fundiert sind und wirklich den Lernbedürfnissen der Kinder entsprechen.
Die Sicherheit von Kindern ist ein vorrangiges Anliegen bei KI. Angesichts von Klagen gegen andere KI-Unternehmen wegen schädlicher Inhalte verfolgt Sparkli einen proaktiven Ansatz. Die App verbietet bestimmte Themen, wie z. B. sexuelle Inhalte, vollständig. Bei sensiblen Fragen zu Themen wie Selbstverletzung leitet die App Kinder zu Lektionen über emotionale Intelligenz weiter und ermutigt sie, mit einem Elternteil oder Erziehungsberechtigten zu sprechen.
Sparkli testet seine App derzeit in einem Netzwerk von Bildungseinrichtungen mit über 100.000 Schülern. Das Produkt richtet sich an Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren und wurde im vergangenen Jahr in mehr als 20 Schulen getestet.
Das Unternehmen hat außerdem ein Lehrer-Dashboard entwickelt, mit dem der Fortschritt der Schüler verfolgt und Hausaufgaben vergeben werden können. Inspiriert von Apps wie Duolingo integriert Sparkli Streaks und Belohnungen, um die regelmäßige Nutzung und das Absolvieren der Lektionen zu fördern. Die Kinder erhalten außerdem personalisierte „Quest-Karten” basierend auf ihrem gewählten Avatar, um sie zur Erkundung verschiedener Themen zu motivieren.
„Das Feedback aus unseren Pilotprojekten an Schulen war äußerst positiv”, berichtete Poojary. „Lehrer nutzen Sparkli, um Expeditionen zu erstellen, die Diskussionen im Unterricht anregen. Einige nutzen es auch, um Folgeaufgaben zu entwerfen, damit die Schüler tiefer in ein Thema eintauchen können und die Lehrer das Verständnis besser einschätzen können.”
Während Sparkli sich in den kommenden Monaten auf Partnerschaften mit Schulen weltweit konzentrieren will, strebt das Unternehmen an, bis Mitte 2026 eine Verbraucherversion zum direkten Download für Eltern auf den Markt zu bringen.
Das Start-up hat sich eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 5 Millionen US-Dollar gesichert, die von der Schweizer Risikokapitalgesellschaft Founderful angeführt wird und die erste spezielle EdTech-Investition des Unternehmens darstellt. Lukas Weder, Gründungspartner von Founderful, nannte die technische Expertise des Teams und die bedeutenden Marktchancen als entscheidende Faktoren.
„Als Vater von zwei schulpflichtigen Kindern sehe ich, dass sie viele Dinge lernen, aber nicht immer moderne Grundlagen wie Finanzwissen oder technologische Innovationen“, kommentierte Weder. „Aus Produktperspektive bietet Sparkli eine überzeugende Alternative zu Videospielen und ermöglicht immersives Lernen auf unterhaltsame Weise.“
Dieser Beitrag wurde erstmals am 22. Januar 2026 veröffentlicht.
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Mit der App können Nutzer vordefinierte Themen aus verschiedenen Kategorien erkunden oder eigene Fragen stellen, um einen individuellen Lernpfad zu erstellen. Die Funktion „Thema des Tages“ stellt täglich ein neues Thema vor. Kinder können sich die KI-generierte Erzählung anhören oder den Text lesen. Jedes Thema umfasst eine Mischung aus Audio, Video, Bildern, Quizfragen und Spielen. Die App bietet auch Abenteuerreisen im Stil von „Choose your own adventure“, bei denen es keinen Druck gibt, richtige oder falsche Antworten zu geben.
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Dieser Beitrag wurde erstmals am 22. Januar 2026 veröffentlicht.
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