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Wikipedia verbietet von großen Sprachmodellen generierte Inhalte und droht mit Sanktionen für Verstöße

Wikimedia hat seine seit langem zweideutige Haltung gegenüber generativer KI endgültig aufgegeben.
Wie OSCHINA berichtet, hat Wikimedia am 27. März eine Aktualisierung seiner Richtlinien veröffentlicht, die die Verwendung großer Sprachmodelle (LLMs) zur Erstellung oder Überarbeitung von Artikelinhalten ausdrücklich verbietet. Die Richtlinie fand überwältigende Unterstützung bei der großen Gemeinschaft freiwilliger Redakteure von Wikimedia.
Richtlinienaktualisierung: Von „nicht empfohlen“ zu „strikt verboten“
Diese Überarbeitung beseitigt die bisherige Zweideutigkeit vollständig:
Kernkonflikt: Wikimedia stellt fest, dass von LLMs erzeugte Texte häufig gegen mehrere der zentralen Inhaltsrichtlinien der Website verstoßen, wie etwa die sachliche Richtigkeit und die Zuverlässigkeit der Quellen.
Einschränkungen beim Umschreiben: Neben dem Verbot, neue Einträge von Grund auf neu zu erstellen, untersagt die Richtlinie auch das groß angelegte Umschreiben bestehender Artikel mithilfe von KI.
Nur ein enges „Fenster“: KI darf nur als ergänzender Berater dienen
Trotz des Verbots hat Wikimedia der KI ihren nutzwertigen Charakter als Werkzeug nicht vollständig genommen, sondern strenge Grenzen für ihre Nutzung gesetzt:
Grundlegende Bearbeitungsvorschläge: Redakteure dürfen LLMs nutzen, um grundlegende Bearbeitungsvorschläge für ihre eigenen Artikel zu generieren, doch alle Vorschläge müssen einer gründlichen Überprüfung durch Menschen unterzogen werden.
Keine neuen Inhalte erlaubt: KI darf nur rhetorische oder strukturelle Verbesserungen vorschlagen; sie darf bei der Übernahme von Vorschlägen niemals neue Fakten oder Perspektiven einbringen, die vom Modell generiert wurden.
Übersetzungsrichtlinien: Bei der Verwendung von LLMs zur Unterstützung der Übersetzung von Artikeln müssen Redakteure sich strikt an die Wikimedia-Richtlinien für LLM-gestützte Übersetzungen halten, um die Genauigkeit der Übersetzung zu gewährleisten.
Sanktionskriterien: Stil allein reicht nicht aus; der Inhalt ist entscheidend
Um mögliche Fehleinschätzungen zu vermeiden, hat Wikimedia vorsichtige Bewertungskriterien festgelegt:
Vorsicht vor Fehleinschätzungen des Stils: Da der Schreibstil einiger Redakteure dem von KI ähneln kann, sieht die Richtlinie vor, dass Sanktionen nicht allein auf sprachlichen Merkmalen basieren dürfen.
Umfassende Bewertung: Bei jeder Sanktion muss die jüngste Bearbeitungshistorie des Redakteurs berücksichtigt werden, wobei der Schwerpunkt darauf liegen muss, ob der Text den zentralen Inhaltsrichtlinien entspricht.
Konsens der Community: Mit 40 zu 2 Stimmen angenommen
Diese neue Richtlinie wurde nicht hinter verschlossenen Türen entworfen; sie entstand aus einer demokratischen Abstimmung innerhalb der Bearbeiter-Community. Laut verfügbaren Statistiken wurde die Richtlinie mit 40 Ja-Stimmen und 2 Nein-Stimmen angenommen. Die Bearbeiter befürchten allgemein, dass durch KI generierte Falschinformationen und „Halluzinationen“ Wikipedias Ruf als weltweit vertrauenswürdigste Wissensdatenbank untergraben könnten.
Fazit: Die Bedeutung menschlicher Redakteure wahren
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Kommentare (1)

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