Ke Yang, Leiter der KI-Suche bei Apple, wechselt zu Meta
Apple hat einen weiteren wichtigen Führungskräfte im Bereich künstliche Intelligenz an Meta verloren, da Ke Yang, der kürzlich zum Leiter der KI-Suchbemühungen des Unternehmens befördert wurde, nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt das Unternehmen verlassen hat.
Yang leitete das Team „Answers, Knowledge, and Information” (AKI) von Apple, das für die Entwicklung einer ChatGPT-ähnlichen Web-Suchfunktion für Siri verantwortlich ist. Sein Ausscheiden folgt auf das seines Vorgängers Robby Walker, der ebenfalls nur wenige Wochen zuvor die Leitung der AKI-Gruppe verlassen hatte. Mit Yangs Weggang untersteht das AKI-Team nun Benoit Dupin, einem Stellvertreter von John Giannandrea, Apples Senior Vice President für maschinelles Lernen und KI-Strategie.
Zunehmender Druck auf Apples ehrgeizigen Zeitplan
Dieser Zeitpunkt erhöht den Druck auf Apples geplante umfassende Überarbeitung von Siri, die für März 2026 vorgesehen ist. Diese Neugestaltung, die auf einem großen Sprachmodell basiert, zielt darauf ab, Siri dialogorientierter zu machen und in die Lage zu versetzen, Live-Informationen aus dem Internet abzurufen. Das intern als „LLM Siri” bezeichnete neue System wird eine „World Knowledge Answers”-Engine enthalten, die KI-gestützte, multimodale Zusammenfassungen erstellt, die Text, Bilder und geräteinterne Daten kombinieren – ähnlich wie die Funktionen von ChatGPT und Googles AI Overviews.
Yangs Wechsel zu Meta ist Teil eines umfassenderen Trends der Abwanderung von Talenten aus der KI-Abteilung von Apple. Im Laufe des letzten Jahres hat Meta etwa ein Dutzend Mitarbeiter aus den KI- und Machine-Learning-Teams von Apple eingestellt. Zu dieser Gruppe gehören Ruoming Pang, der das Foundation Models-Team von Apple gegründet hat, Jian Zhang, der im Bereich Robotik-KI gearbeitet hat, und Frank Chu, der sich auf KI-Cloud-Infrastruktur und -Suche konzentriert hat.
Diese Abgänge fallen mit der Erweiterung der Superintelligence Labs von Meta und der Beschleunigung seiner generativen KI-Projekte zusammen. Branchenanalysten führen diesen Talentwandel teilweise auf die wettbewerbsfähigen Vergütungspakete und die aggressive Haltung von Meta im KI-Bereich zurück. Bemerkenswert ist, dass es im gleichen Zeitraum keine ähnliche Welle von Abgängen hochrangiger KI-Führungskräfte bei Google, OpenAI oder anderen führenden Wettbewerbern gab.
Apple hat das AKI-Team Anfang 2025 gegründet, um Siri dabei zu unterstützen, mit neuen KI-Suchtools zu konkurrieren. Das Ziel des Teams ist es, Siri in die Lage zu versetzen, Echtzeitinformationen online abzurufen und komplexe Fragen auf einmal zu beantworten, wodurch der Assistent von einfachen Sprachbefehlen zu einer echten „Antwortmaschine” weiterentwickelt wird.
Das technische Framework für die neue Siri basiert auf drei zentralen LLM-gesteuerten Komponenten: einem Planer zum Verstehen der Absichten und des Kontexts der Nutzer, einer KI-Suchmaschine zum Sammeln von Inhalten aus dem Internet und von Nutzergeräten sowie einem Summarizer zum Erstellen kohärenter Antworten. Apple testet seine eigenen KI-Modelle neben externen Modellen, darunter eine maßgeschneiderte Version von Googles Gemini AI für die Zusammenfassung, während die Foundation Models von Apple die Daten auf den Geräten verarbeiten, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen.
Wachsende Bedenken hinsichtlich der Stabilität der Unternehmensführung
Die anhaltenden Veränderungen in der Unternehmensführung lassen Zweifel daran aufkommen, ob Apple den Starttermin für die neue Siri im März 2026 einhalten kann. Das Unternehmen hat aufgrund technischer Einschränkungen bereits mehrere mit Spannung erwartete Siri-Funktionen verschoben und stellt nun vollständig auf ein System um, das auf großen Sprachmodellen basiert. Die bevorstehende Veröffentlichung wird voraussichtlich das bedeutendste Upgrade des digitalen Assistenten von Apple sein und zielt darauf ab, Siri zu einer proaktiven, dialogorientierten KI zu machen, die natürliche, ausführliche Dialoge führen und mehrstufige Aufgaben verwalten kann.
Über Siri hinaus beabsichtigt Apple, KI-Such- und Antwortfunktionen auf andere Plattformen wie Safari und Spotlight auszuweiten und so eine einheitliche KI-Suchfunktion für alle seine Geräte zu schaffen. Das Unternehmen betont intern weiterhin, dass die Überarbeitung von Siri und KI-Innovationen oberste Priorität haben. Die jüngsten Führungswechsel und organisatorischen Umstellungen haben jedoch die Skepsis hinsichtlich der Fähigkeit des Unternehmens, zu den Vorreitern im Bereich der KI-gestützten Assistenten aufzuschließen, verstärkt.
Der Weggang von Yang ist die jüngste Herausforderung für ein Projekt, das für Apples Strategie, mit generativen KI-Assistenten von OpenAI, Google und Perplexity zu konkurrieren, von zentraler Bedeutung ist. Da das AKI-Team nun unter neuer interimistischer Leitung steht und eine feste Frist bis März 2026 hat, muss Apple seine KI-Organisation festigen und gleichzeitig verhindern, dass weitere wichtige Talente zu Konkurrenten wie Meta wechseln.
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Yang leitete das Team „Answers, Knowledge, and Information” (AKI) von Apple, das für die Entwicklung einer ChatGPT-ähnlichen Web-Suchfunktion für Siri verantwortlich ist. Sein Ausscheiden folgt auf das seines Vorgängers Robby Walker, der ebenfalls nur wenige Wochen zuvor die Leitung der AKI-Gruppe verlassen hatte. Mit Yangs Weggang untersteht das AKI-Team nun Benoit Dupin, einem Stellvertreter von John Giannandrea, Apples Senior Vice President für maschinelles Lernen und KI-Strategie.
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