Merriam-Websters Wort des Jahres 2024 lautet „slop” (Schlamm).

Eines der führenden Wörterbücher Amerikas hat den wachsenden Einfluss von KI auf Social-Media-Feeds zur Kenntnis genommen. Angesichts der Flut von Online-Inhalten im vergangenen Jahr hat Merriam-Webster am Sonntag „slop“ zum Wort des Jahres 2025 erklärt.
Das Wörterbuch definiert den Begriff als „minderwertige digitale Inhalte, die in der Regel mithilfe künstlicher Intelligenz massenhaft produziert werden”.
„Wie Schleim, Schlamm und Dreck hat auch Slop eine unordentliche, unangenehme Konnotation von etwas, das man lieber vermeiden möchte. Es sickert in jede Ecke“, erklärt das Wörterbuch und merkt an, dass das Wort in dieser Zeit der KI-Bedenken „einen Ton anschlägt, der weniger ängstlich als vielmehr abweisend“ gegenüber der Technologie ist.
„Es ist ein sehr anschaulicher Begriff“, erklärte Greg Barlow, Präsident von Merriam-Webster, gegenüber The Associated Press. „Er steht in Verbindung mit der transformativen KI-Technologie – etwas, das die Menschen faszinierend, frustrierend und etwas absurd finden.“
Der Begriff „Slop“ hat in diesem Jahr breite Verwendung gefunden, da Journalisten und Kommentatoren beschreiben, wie Plattformen wie OpenAI's Sora und Google Gemini's Veo das Internet neu gestalten. Dank dieser neuen Mediengeneratoren sehen wir nun von KI erstellte Bücher, Podcasts, Popsongs, Werbespots – sogar Spielfilme in voller Länge. Eine Studie vom Mai ergab, dass fast 75 % der neuen Webinhalte des Vormonats in irgendeiner Form KI enthielten.
Diese Tools haben eine sogenannte „Slop-Economy“ hervorgebracht, in der große Mengen KI-generierter Inhalte durch Werbung monetarisiert werden. Kritiker argumentieren, dass dieser Trend die Kluft in Online-Communities vertieft und diejenigen, die Zugang zu hochwertigen Premium-Inhalten haben, von denen trennt, die sich mit „Slop“ begnügen müssen – der, wie Sie sich vorstellen können, wenig informativen Inhalt bietet.
„Slop“ beschreibt aber auch die Auswirkungen der KI auf Bereiche außerhalb der traditionellen Medien, darunter Cybersicherheitsberichte, Rechtsdokumente und wissenschaftliche Aufsätze. Seine Reichweite ist unbestreitbar groß.
In einem ähnlichen Trend dominierten technologiebezogene Begriffe die Auswahl zum Wort des Jahres. Das Macquarie Dictionary wählte „AI slop“ (KI-Schrott) zu seinem Favoriten, während das Oxford Dictionary sich für „ragebait“ (Wutköder) entschied. Das Collins Dictionary entschied sich für „vibe coding“ (Stimmungscodierung).
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Kommentare (1)
Das Wort des Jahres ist 'slop'? Interessant, wie die Sprache auf technologische Entwicklungen reagiert. Es erinnert mich an die endlosen, oft sinnlosen KI-generierten Inhalte, die man überall sieht. Manchmal frage ich mich, ob wir in einer Ära der digitalen 'Füllmasse' leben. 🤔 Die Definition als 'low-quality' Content trifft den Nagel auf den Kopf. Hoffentlich macht uns das bewusster, was wir konsumieren und teilen.

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