Bumble stellt KI-Funktionen zur Optimierung von Dating-Profilen vor

Bumble kündigte am Donnerstag die Einführung einer Reihe von KI-gestützten Funktionen an, die dazu beitragen sollen, aus Matches dauerhafte Beziehungen zu machen. Dazu gehören Tools, die Feedback und Ratschläge zu den Profilbeschreibungen, Fotos und Gesprächsanregungen der Nutzer geben.
Der neue KI-gestützte Profilassistent der Dating-App wird weltweit eingeführt und bietet personalisierte, umsetzbare Vorschläge zur Verbesserung von Biografien und Gesprächsanregungen. Für Nutzer in den Vereinigten Staaten kann diese Profilberatung durch einen KI-Foto-Reviewer ergänzt werden, der dabei hilft, die besten Bilder auszuwählen und sich von seiner authentischsten Seite zu präsentieren.
Laut einem Blogbeitrag von Bumble, in dem die Funktionen detailliert beschrieben werden, sind die KI-Erkenntnisse nicht besonders revolutionär. Das Foto-Tool könnte beispielsweise empfehlen, Bilder zu entfernen, auf denen eine Sonnenbrille das Gesicht verdeckt, und dazu ermutigen, eine größere Vielfalt an Aufnahmen hinzuzufügen, wie zum Beispiel Fotos im Freien oder Bilder mit Freunden. Es ist die Art von Ratschlag, den ein Freund schon vor einem Jahrzehnt hätte geben können, aber für viele Nutzer ist er immer noch neu und hilfreich.
In Kanada testet Bumble eine separate, nicht auf KI basierende Funktion namens „Suggest a Date“. Wenn ein Chat an Schwung verliert, kann ein Nutzer signalisieren, dass er offen für ein persönliches Treffen ist – eine einfache Möglichkeit, zu zeigen, dass er bereit ist, die Verbindung ins echte Leben zu übertragen.
Natürlich könnte man jemanden auch einfach direkt um ein Date bitten, um diese Bereitschaft zu signalisieren. In der Praxis zögern viele Nutzer jedoch, diesen Schritt zu wagen. Ein In-App-Button zum Bekunden des Interesses könnte mehr potenzielle Paare dazu bewegen, ihre Unterhaltungen ins echte Leben zu verlagern.
„Mit ‚Suggest a Date‘ schaffen wir eine klare Absichtserklärung und geben Mitgliedern die Möglichkeit, das übliche Hin und Her zu überspringen und direkt zu einem persönlichen Treffen überzugehen“, sagte Bumble-CTO Vivek Sagi in einer Erklärung. „Indem wir Reibungsverluste in entscheidenden Momenten reduzieren, helfen wir Menschen, klar und selbstbewusst Kontakte zu knüpfen, und erhöhen so die Chancen auf bedeutungsvolle Offline-Beziehungen.“
Bumble hat in den letzten Monaten, ebenso wie andere große Dating-Apps wie Tinder und Hinge (beide im Besitz der Match Group), KI-gestützte Funktionen eingeführt. So hat Hinge beispielsweise im vergangenen Dezember ein Tool eingeführt, das Nutzern helfen soll, ansprechendere Eröffnungssätze zu formulieren als ein einfaches „Wie geht es dir?“
Tinder geht möglicherweise noch einen Schritt weiter. In Australien testet das Unternehmen derzeit eine Funktion namens „Chemistry“, die Zugriff auf die Fotogalerie des Nutzers anfordert – eine beträchtliche Datenmenge, die in ein KI-System eingespeist wird. Anhand von Fotos und Antworten auf Persönlichkeitsfragen zielt die KI darauf ab, die Interessen und Eigenschaften eines Nutzers besser zu verstehen, was angeblich die „Swipe-Müdigkeit“ verringert und die Match-Vorschläge verbessert.
Das Facebook-Dating-Tool von Meta verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Im vergangenen Oktober führte es eine Funktion ein, die mithilfe von KI nicht geteilte Fotos aus dem Fotoalbum analysiert und KI-gestützte Bearbeitungsvorschläge unterbreitet.
Während diese Unternehmen innovativ sind, um Nutzer zu binden, wenden sich einige junge Menschen ganz vom Online-Dating ab. Stattdessen suchen sie nach authentischeren, realen Kontakten, die nicht durch eine App vermittelt werden.
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