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Siri erlebt eine „Androidisierung“ mit dem iOS 27 – der AI-App Store ermöglicht nun den kostenlosen Einsatz von Drittanbieter-Bots.

Um in dem globalen Wettbewerb der KI-Branche seine Konkurrenten zu überholen, ist Apple bereit, sein stärkstes Asset einzusetzen: ein offenes Ökosystem.
Am 29. März berichteten Medien unter Berufung auf den Newsletter „Power On“ des Technikjournalisten Mark Gurman, dass Apple bei iOS 27 einen „dualen Ansatz“ plant: Einerseits wird die eigene KI-Technologie tief in das System integriert, andererseits werden die Kernfunktionen von Siri und Apple Intelligence offiziell für Dienste Dritter zugänglich gemacht.
Die Einführung des AI Stores: Ein spezieller App Store-Bereich
Im Zentrum dieser Strategie steht Apple’s Bemühen, Nutzer von der Abhängigkeit von einer einzigen KI-Plattform zu befreien:
Freie Wahl: Nutzer können auf dem iPhone neben ChatGPT auch eine Vielzahl weiterer KI-Chatbots von Drittanbietern installieren.
Spezialisierte Verwaltung: Der App Store wird einen speziellen AI-App-Bereich bieten, in dem Nutzer diese Chatbots direkt innerhalb von Siri herunterladen und nutzen können.
Ausnutzung externer Stärken: Google Gemini zur Ergänzung
Um die praktische Anwendbarkeit der KI-Funktionen zu gewährleisten, sucht Apple nach starken externen Partnern:
Tiefgreifende Integration: Apple erwägt die Integration von Googles Gemini-Technologie, um Siri sowie andere systemweite KI-Funktionen zu verbessern.
Komplementäre Strategie: Dadurch kann Apple einem direkten Wettbewerb mit OpenAI oder Google auf der Ebene der Grundlagenmodelle entgehen und stattdessen seine eigenen Fähigkeiten durch Produkte Dritter erweitern.
Wirtschaftliche Logik: Schutz des Hardware-Portfolios, Erzielung von Umsätzen
Gurman weist darauf hin, dass diese Strategie Apples hardwarebezogene Stärken sowie die Kontrolle über seine Plattform voll ausschöpft:
Schutz vor Android: Durch das Angebot hochindividualisierter KI-Erlebnisse verhindert Apple, dass Nutzer aufgrund fehlender KI-Funktionen zu Android wechseln.
Erzielung passiver Einnahmen: Apple kann den Verkauf von iPhone-Geräten aufrechterhalten und gleichzeitig erhebliche Einnahmen durch Abonnements für KI-Apps Dritter erzielen – unter Anwendung der üblichen 30-prozentigen Provision des App Stores.
Vorschau auf die WWDC26: Details am 8. Juni
All diese ambitionierten KI-Pläne sollen auf der WWDC26 Worldwide Developers Conference, die am 8. Juni beginnt, vorgestellt werden. Die überarbeitete Version von Siri wird mit verbesserten Bildschirmwahrnehmungs- und Interaktionsfunktionen debütieren.
Fazit: Vom „geschlossenen Imperium“ zum „AI-Hafen“
Jahrelang war Apple für sein geschlossenes Ökosystem bekannt. Doch in der Ära der KI erkennt Apple deutlich, dass Offenheit der Schlüssel dazu ist, Nutzer zu behalten. Wenn Siri zu einem „Super-Container“ wird, der frei Plugins austauschen und auf die stärksten KI-Modelle der Welt zugreifen kann, definiert Apple auf diese Weise neu die Interaktionsmöglichkeiten von Smartphones.
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