SAP und Fresenius entwickeln die Sovereign AI Plattform für den Gesundheitssektor
SAP und Fresenius arbeiten zusammen an der Entwicklung einer souveränen KI-Plattform für den Gesundheitssektor, die darauf abzielt, einen sicheren Datenverarbeitungsprozess direkt in klinische Umgebungen zu integrieren.
Für Führungskräfte im medizinischen Bereich bedeutet die Einführung von KI ein strenges Governance-System – etwas, das in öffentlichen Cloud-Lösungen oft fehlt. Diese Partnerschaft behebt diese Lücke, indem sie eine kontrollierte Umgebung schafft, in der KI-Modelle arbeiten können, ohne die Souveränität der Daten zu gefährden.
Vom Pilotprojekt zur Produktionsanwendung
Das Ziel dieser Initiative ist es, ein offenes, integriertes Ökosystem zu schaffen, das Krankenhäusern ermöglicht, KI sicher einzusetzen. Anstatt isolierte Experimente durchzuführen, entwickeln die Unternehmen eine digitale Grundlage, die ein souveränes, von KI unterstütztes Gesundheitssystem ermöglicht.
Michael Sen, CEO von Fresenius, erklärte: „Zusammen mit SAP können wir die digitale Transformation des deutschen und europäischen Gesundheitswesens beschleunigen und eine souveräne europäische Lösung bereitstellen, die in der heutigen globalen Situation von entscheidender Bedeutung ist.
„Wir entwickeln sichere, einfache und skalierbare Daten- und KI-Tools für den täglichen Gebrauch durch Ärzte und Krankenhausteams. Dadurch kann mehr Aufmerksamkeit auf das wirklich Wichtige gerichtet werden: die Patientenversorgung.“
Die technische Grundlage dieser Plattform basiert auf SAP Business AI und der SAP Business Technology Platform. Durch die Nutzung dieser Komponenten wird eine kompetente, souveräne Basis für den Betrieb von KI-Modellen im Gesundheitswesen geschaffen. Diese Infrastruktur stellt sicher, dass Gesundheitsdaten verantwortungsvoll behandelt werden – ein grundlegender Anspruch für die Skalierung automatisierter Prozesse in der Patientenversorgung.
Die Zusammenarbeit begegnet dem Problem der Datenfragmentierung mithilfe von SAPs „AnyEMR“-Strategie, die die Integration verschiedener Krankenhausinformationssysteme ermöglicht. Mithilfe offener Branchenstandards wie HL7 FHIR verbindet die Plattform HIS, elektronische Patientendaten und andere medizinische Anwendungen.
Diese Vernetzung ermöglicht es Fresenius, KI-basierte Lösungen zu entwickeln, die die Effizienz des gesamten Versorgungskontinuums verbessern. Das Ziel ist es, eine individualisierte, skalierbare Plattform zu schaffen, die vernetzte, datengestützte Gesundheitsprozesse ermöglicht.
Investitionen in souveräne KI zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens
Beide Unternehmen planen, mittelfristig mehrere Millionen Euro in diese Projekte zu investieren. Diese Mittel sollen die digitale Transformation des deutschen und europäischen Gesundheitswesens durch kI-basierte Lösungen fördern.
Zu den Plänen gehören gemeinsame Investitionen in Start-ups und skalierende Unternehmen sowie interne technologische Entwicklungen. Dieser Ansatz zielt darauf ab, ein umfassendes Set an Tools zu entwickeln, die mit der souveränen Plattform integriert werden können.
Christian Klein, CEO von SAP SE, kommentierte: „Durch die Kombination führender SAP-Technologien mit Fresenius’ tiefgreifender Expertise im Gesundheitswesen wollen wir eine souveräne, interoperable Gesundheitsplattform für Fresenius weltweit schaffen.
„Zusammen möchten wir neue Standards für Datensoveränität, Sicherheit und Innovation im Gesundheitswesen setzen. Mit SAP kann Fresenius das volle Potenzial digitaler und kI-basierter Prozesse nutzen, um die Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern.“
Diese Partnerschaft signalisiert, dass die nächste Phase der KI in Europa auf souveränen Infrastrukturen basieren wird. Branchen wie das Gesundheitswesen benötigen eine kontrollierte Umgebung, um den regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden – ohne eine souveräne Dateninfrastruktur riskieren KI-Projekte, aufgrund von Compliance-Bedenken ins Stocken zu geraten.
Weitere Informationen finden Sie unter: Skalierung des Wertes von KI über die Pilotphase hinaus
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