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Der Prospekt von OpenAI unterstreicht die Abhängigkeit von Microsoft und eine Bewertung von 730 Milliarden Dollar

Da der Börsengang in die letzte Phase eintritt, hat OpenAI potenziellen Investoren kürzlich ein umfassendes Dokument zur Offenlegung von Finanzdaten und Risiken vorgelegt. Dieses Dokument, das ähnlich wie ein Börsenprospekt aufgebaut ist, offenbart hinter der glänzenden Performance des KI-Giganten erhebliche „Bedenken“. Insbesondere wird die enge symbiotische Beziehung zu Microsoft offiziell als ein wesentliches zukünftiges Geschäftsrisiko genannt.
OpenAI erklärt in dem Dokument ausdrücklich, dass das Unternehmen sowohl bei der Finanzierung als auch bei der kritischen Recheninfrastruktur stark von Microsoft abhängig ist.
Risiko der Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter: Jede Änderung oder Kündigung der Geschäftsvereinbarung durch Microsoft oder ein Versäumnis von OpenAI, seine Partnerschaften zu diversifizieren, würde sich direkt auf die Geschäftsentwicklung auswirken.
Zunehmende Wettbewerbsspannungen: Obwohl sie strategische Verbündete sind, konkurrieren die beiden Unternehmen zunehmend bei der Marktexpansion. Um Abhängigkeitsrisiken zu mindern, hat OpenAI damit begonnen, Teile seines Betriebs auf alternative Cloud-Plattformen wie Google und Oracle zu verlagern.
Explosives Wachstum: 900 Millionen aktive Nutzer untermauern eine Bewertung von 5 Billionen Yuan
Trotz der sorgfältig dargelegten Risikowarnungen haben die Finanzkennzahlen von OpenAI für Aufregung an den Kapitalmärkten gesorgt:
Bewertungshöchststand: Nach der Finanzierungsrunde im letzten Monat in Höhe von 110 Milliarden US-Dollar durch Investoren wie NVIDIA und SoftBank ist die Bewertung von OpenAI auf 730 Milliarden US-Dollar (ca. 5,04 Billionen RMB) gestiegen.
Umsatzsprung: Der Jahresumsatz erreichte 2025 13,1 Milliarden US-Dollar, während die Zahl der wöchentlich aktiven Nutzer seines Flaggschiffprodukts ChatGPT auf 900 Millionen angewachsen ist.
Die „Ausgabenrechnung“ für das nächste Jahrzehnt
Die Veröffentlichung enthält zudem atemberaubende Finanzprognosen. Um seine technologische Führungsposition zu behaupten, rechnet OpenAI damit, dass sich seine kumulierten Ausgaben für Rechenressourcen, Rechenzentren und die dazugehörige Infrastruktur bis 2030 auf 665 Milliarden US-Dollar belaufen werden. Dies deutet auf anhaltend hohe Kapitalinvestitionen in den kommenden Jahren hin.
Rechtliche Herausforderungen und Sicherheitsbedenken
Der Abschnitt zu den Risiken geht näher auf mehrere strittige Punkte ein:
Musks Klage: Der Rechtsstreit mit Elon Musk und seinem Unternehmen xAI soll nächsten Monat vor Gericht verhandelt werden.
Sicherheitsbezogene Rechtsstreitigkeiten: OpenAI sieht sich mit mindestens 14 Klagen konfrontiert, in denen behauptet wird, ChatGPT habe zu psychischen Problemen oder sogar Selbstmord beigetragen, darunter ein viel beachteter Fall, bei dem es im vergangenen Jahr zum Unfalltod eines 16-jährigen Jungen kam.
Geopolitische Risiken in der Lieferkette: Das Dokument hebt ausdrücklich hervor, dass jede Unterbrechung bei dem Chiphersteller TSMC aufgrund regionaler Konflikte „schwerwiegende Störungen“ in der Lieferkette von OpenAI verursachen würde.
Ein bemerkenswertes Detail ist das Fehlen des Namens von CEO Sam Altman in der umfassenden Risikobewertung. Das Dokument verweist lediglich kurz auf die „Abhängigkeit von Schlüsselpersonal“. Nach den Führungsumwälzungen im vergangenen Jahr strebt OpenAI offenbar an, im Vorfeld seines Börsengangs ein eher institutionalisiertes als ein von einer Persönlichkeit geprägtes Unternehmensimage zu vermitteln.
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