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OpenAI stellt das Biologiemodell GPT-Rosalind vor, um wissenschaftliche Entdeckungen voranzutreiben
Am Donnerstag stellte OpenAI offiziell GPT-Rosalind vor, ein spezialisiertes großes Sprachmodell, das umfassend für Anwendungen in der biologischen Forschung trainiert wurde. Im Gegensatz zu den allgemeineren wissenschaftlichen Modellen, die von Giganten wie Google und Microsoft entwickelt wurden, verfolgt OpenAI einen gezielteren Ansatz – indem es sich direkt den zentralen Herausforderungen der biologischen Forschung widmet.
Bei der Vorstellung skizzierte Wang Yunyun, Leiterin des Bereichs Life-Science-Produkte, die Mission des Modells: Forschern dabei zu helfen, zwei hartnäckige Hindernisse zu überwinden – die riesigen Datenmengen, die sich aus jahrzehntelanger Genomsequenzierung angesammelt haben, und die hochspezialisierte Terminologie, die Wissenssilos schafft. In der Praxis hat ein Genetiker, der sich auf ein bestimmtes Gen konzentriert, oft Schwierigkeiten, sich in der riesigen Menge an neurobiologischer Literatur zurechtzufinden, was die Informationsüberflutung zu einem häufigen Dilemma in diesem Bereich macht.

Um dies anzugehen, hat OpenAI 50 gängige biologische Arbeitsabläufe und den Zugriff auf wichtige öffentliche Datenbanken in ein grundlegendes großes Modell integriert. Dies ermöglicht es dem Modell, Genotyp und Phänotyp miteinander zu verknüpfen, Proteinstruktur und -funktion abzuleiten und anschließend nach potenziellen Wirkstoffzielen zu suchen. Das Team hat zudem die „Persönlichkeit“ des Modells gezielt abgestimmt – indem es dessen kritisches Denken bewusst gestärkt hat, um zu vermeiden, dass es den Nutzern einfach zustimmt. Wenn dem Modell Ziele von geringem Wert präsentiert werden, entscheidet es sich dafür, diese rundweg abzulehnen.
Herausforderungen bleiben jedoch unvermeidbar. Das Problem der Halluzinationen ist nicht vollständig gelöst, da das Modell plausible, aber nicht überprüfbare Inhalte generieren kann, was bei strenger wissenschaftlicher Arbeit erhebliche Risiken mit sich bringt. OpenAI räumt ein, dass eine vollständige Lösung noch nicht verfügbar ist, und rät den Nutzern zur Vorsicht. Ebenso besorgniserregend sind Risiken für die Biosicherheit; ein potenzieller Missbrauch zur Steigerung der Virusübertragbarkeit könnte schwerwiegende Folgen haben. Um dies zu mindern, hat OpenAI strenge Zugangskontrollen eingeführt, die derzeit die Nutzung auf in den USA ansässige Einrichtungen beschränken, während Plugins für die Biowissenschaften mit begrenzter Laufzeit schrittweise einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden.
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