Weltweite Websites in Gefahr: KI deckt kritische NGINX-Sicherheitslücke auf
Die künstliche Intelligenz hat einen bahnbrechenden Durchbruch in der Cybersicherheit erzielt. Das von dem Start-up depthfirst entwickelte, KI-gestützte Sicherheitsanalysesystem hat eigenständig eine kritische Sicherheitslücke in NGINX aufgedeckt, die 18Jahre lang unentdeckt geblieben war (CVE-2026-42945 ). Diese als „kritisch“ eingestufte Schwachstelle (CVSS 9,2) betrifft fast ein Drittel aller Websites weltweit und ermöglicht es Angreifern, Code aus der Ferne auszuführen (RCE).

Wichtige Details zur Schwachstelle
Zeitraum der Gefährdung: Die Schwachstelle blieb seit ihrer Einführung im Jahr 2008, also über einen Zeitraum von 18 Jahren, unentdeckt.
Betroffene Versionen: NGINX-Versionen von 0.6.27 bis 1.30.0.
Mechanismus der Schwachstelle: Die Schwachstelle befindet sich im Rewrite-Modul und geht auf einen Fehler im zweistufigen Verarbeitungsmechanismus der Skript-Engine zurück, der zu einem Heap-Pufferüberlauf führt.
Gepatchte Version: Ein offizieller Patch wurde veröffentlicht. Es wird empfohlen, auf die Open-Source-Version 1.31.0 oder 1.30.1 bzw. die entsprechende kommerzielle NGINX Plus-Version zu aktualisieren.
Die Leistungsfähigkeit KI-gestützter Sicherheitsanalysen
Diese Sicherheitslücke wurde vom in San Francisco ansässigen KI-Labor depthfirst entdeckt. Die Fähigkeiten des Systems haben in der Branche große Aufmerksamkeit erregt:
Hohe Effizienz: In nur 6 Stunden autonomer Überprüfung identifizierte das System fünf Sicherheitsprobleme, darunter CVE-2026-42945 (von denen vier offiziell als Schwachstellen für Remote-Speicherbeschädigungen bestätigt wurden).
Tiefgreifendes Verständnis: Im Gegensatz zu herkömmlichen Tools versteht diese KI komplexe Geschäftslogik und modulübergreifende Interaktionen und deckt Schwachstellen auf, die selbst führende KI-Sicherheitstools übersehen hatten.
Daten deuten darauf hin, dass etwa 19 Millionen exponierte NGINX-Instanzen anfällig sind. Die Vereinigten Staaten (rund 53,4 Millionen betroffene Instanzen, einschließlich historischer Daten) und China (etwa 25,4 Millionen) weisen die höchsten Expositionswerte auf. Da der Proof-of-Concept-Code (PoC) nun öffentlich ist, ist das Sicherheitsrisiko erheblich. Alle Unternehmen und Entwickler, die NGINX nutzen, werden dringend aufgefordert, ihre Konfigurationsdateien unverzüglich zu überprüfen (insbesondere in Szenarien, in denen sowohl „rewrite“- als auch „set“-Direktiven verwendet werden) und Versionsupdates so schnell wie möglich durchzuführen.
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