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KI-Experten im Einsatz: Große Modelle übernehmen Fabriken, die industrielle Fertigung tritt in eine neue Evolutionsphase ein

An vorderster Front in den Bereichen biologische Fermentation, Architekturdesign und sogar Abwasserbehandlung verändert eine neue Art von „Mitarbeitern“ still und leise die traditionelle Fertigung. Dabei handelt es sich nicht um schweißgebadete Arbeiter, sondern um große industrielle Zeitreihensteuerungsmodelle, die als „AI Masters“ bekannt sind und den Namen ManuDrive tragen.
Ein aktueller Durchbruch des Artificial Intelligence and Microstructure Laboratory (AIMS Lab) an der Shanghai Jiao Tong University hat die Aufmerksamkeit der Branche auf sich gezogen. Gegründet von Professor Li Jinjin, treibt ein Technologieunternehmen die KI nun über Textgenerierung und Bildverarbeitung hinaus in laute, ölverschmierte Fabrikhallen. Im Gegensatz zu gängigen Chatbots ist dieser „AI Master“ darauf spezialisiert, Zeitreihenkurven der industriellen Produktion zu generieren und Produktionsprozesse durch Regelkreise dynamisch zu optimieren.
Diese Technologie hat bereits im Bereich der Biopharmazeutika überzeugende Ergebnisse gezeigt. Im Fermentationsprojekt von Chuanning Bio war es mit herkömmlichen manuellen Methoden oft schwierig, die Temperatur und den Druck in riesigen Fermentationstanks – von denen einige Hunderte von Tonnen fassen und in denen hochkomplexe Stoffwechselprozesse ablaufen – präzise zu steuern. Nach neunmonatiger Forschung vor Ort trainierte das Team ein KI-Modell, das die Fermentationsdynamik 180 Stunden im Voraus mit einer Genauigkeit von 99,9 % vorhersagt. Durch KI-Eingriffe in Echtzeit stieg die durchschnittliche Ausbeute der Fermentationsbehälter um 3–5 %, und Produktionsschwankungen sanken um die Hälfte.
Über die biotechnologische Fertigung hinaus expandiert der „AI Master“ rasch in andere Branchen. In der Schwerindustrie kann der KI-Handwerker eine CAD-Zeichnung in nur 3 Sekunden erstellen. In der Architektur hat die KI-gestützte Parameterauslegung von Stahltürmen die Produktionseffizienz um über 85 % gesteigert. Vom Werkzeugmanagement über die Erstellung von Schnittmustern bis hin zur intelligenten Terminplanung entwickelt sich dieses große Modell zu einem vielseitigen „Allround-Ingenieur“ branchenübergreifend.
Um die „letzte Meile“ der KI-Einführung zu bewältigen, ist in Shanghai ein neues Ausbildungsmodell namens FDE (Frontier Deployment Engineer) entstanden. Diese Ingenieure bleiben nicht länger auf Labore beschränkt – sie arbeiten direkt in den Fabrikhallen und passen die Modelle an reale Geschäftsabläufe an. Dieser Ansatz „Forschung und Entwicklung in Shanghai, landesweite Umsetzung“ schützt Unternehmensdaten und ermöglicht gleichzeitig eine kontinuierliche Weiterentwicklung der KI durch Feedback aus der Praxis und Iteration – ähnlich wie bei einem lebenden System.
Heute ist diese KI-Plattform in Dutzenden börsennotierter Unternehmen im Einsatz und generiert einen wirtschaftlichen Wert in Höhe von mehreren zehn Millionen Yuan. Während die Initiative „KI + Fertigung“ an Dynamik gewinnt, wird diese tiefgreifende Industrietechnologie zu einem wichtigen Motor der Transformation in der Fertigung und verleiht traditionellen Fabriken neue Vitalität im digitalen Zeitalter.
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