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Mann aus Shanghai wegen Erpressung unter Verwendung von mit KI gefälschten Krankenakten zu Haftstrafe verurteilt

Auch wenn die Gesetzgebung irgendwann nachziehen wird, lässt sich durch den Einsatz künstlicher Intelligenz bei illegalen Aktivitäten vorübergehend den Konsequenzen entgehen. Ein kürzlich von der Polizei in Shanghai aufgeklärter Fall veranschaulicht eine neue Art von Kriminalität: Ein Mann nutzte KI, um Krankenakten und Rechnungen zu fälschen, und reichte damit betrügerische Schadensersatzforderungen gegen mehrere Restaurants ein. Dieser Vorfall dient sowohl als Warnung vor dem Missbrauch von Technologie als auch als eindrucksvolles Beispiel dafür, wie der Schwarzmarkt für KI in den Alltag vordringt.
Von „Magic Brush Ma Liang“ bis zum „Serienkläger“: Wie KI überzeugende Unterlagen fälscht
Der Fall kam ans Licht, als ein Restaurant im Bezirk Yangpu in Shanghai eine Kundenbeschwerde erhielt. Ein Mann behauptete, er habe sich nach dem Essen dort eine „Lebensmittelvergiftung“ zugezogen, legte umgehend detaillierte Krankenhausunterlagen und Arztrechnungen vor und forderte 2.000 Yuan Entschädigung.
Der Restaurantbesitzer zahlte zunächst, um die Angelegenheit stillschweigend beizulegen, stellte jedoch später fest, dass andere Unternehmen mit identischen Situationen konfrontiert waren. Eine polizeiliche Untersuchung deckte den Betrug auf. Der Mann hatte keine tatsächliche Krankengeschichte; stattdessen sammelte er authentische Krankenakten, die von anderen online geteilt wurden, und veränderte sie mithilfe von KI-Bildbearbeitungsprogrammen akribisch, um eine überzeugende Reihe gefälschter Dokumente zu erstellen.
Nachdem er im November letzten Jahres erstmals erfolgreich eine mit KI gefälschte Entschädigungsforderung durchgesetzt hatte, sah der Mann darin eine „Möglichkeit, schnell an Geld zu kommen“. Innerhalb eines Monats nahm er vier verschiedene Restaurants ins Visier. Er wurde immer dreister und forderte jedes Mal immer höhere Summen. Als er schließlich gefasst wurde, hatte er sich illegal 2.500 Yuan angeeignet. Die Polizei hat nun strafrechtliche Zwangsmaßnahmen gegen ihn ergriffen.
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