OpenAI stellt Codex ein und integriert es in GPT-5.5
Am 26. April gab OpenAI bekannt, dass sein spezielles Programmiermodell „Codex“ offiziell eingestellt wurde und dessen Kernfunktionen vollständig in das neueste GPT-5.5-Hauptmodell integriert wurden.

Laut Romain Huet, Leiter der Abteilung Developer Experience bei OpenAI, existiert der spezielle Programmierzweig seit der Version GPT-5.4 nicht mehr. Das Anfang Februar dieses Jahres veröffentlichte GPT-5.3 war das letzte eigenständige Codex-Modell. Dieser Wandel signalisiert die Rückkehr von OpenAI zu einer „Generalisten“-Strategie in seiner Modellarchitektur, die darauf abzielt, alle professionellen Szenarien, einschließlich intelligenter Programmierung, durch ein einziges leistungsstarkes System abzudecken.
In Bezug auf die technische Leistung zeigt das integrierte GPT-5.5 bemerkenswerte Verbesserungen bei autonomen Programmieraufgaben (Agentic Coding) und der Nutzung von Computerressourcen. Trotz einer etwa 20-prozentigen Erhöhung der API-Preise verbraucht GPT-5.5 dank algorithmischer Optimierungen bei der Bearbeitung ähnlicher Programmieraufgaben weniger Tokens als GPT-5.4 und liefert effiziente Ergebnisse bei geringerem Ressourcenverbrauch.
Rückblickend wurde Codex erstmals im Jahr 2023 eingestellt und später im Mai 2025 als o3-basierte Architektur wieder eingeführt. Nun wurde es wieder in das Hauptmodell integriert, was einen Wandel bei den führenden großen Modellen von „spezialisierten Plug-ins“ hin zu „inhärenter Vielseitigkeit“ bei der Bewältigung domänenspezifischer Aufgaben widerspiegelt. Dieser Schritt unterstreicht, dass KI-Programmierung nicht länger ein experimenteller Zweig ist, der besonderer Pflege bedarf, sondern ein grundlegender Maßstab für die Intelligenz von universell einsetzbaren großen Modellen.
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