Meta bringt eigenständige KI-App als Herausforderung für ChatGPT auf den Markt
Nach der Integration von Meta AI in WhatsApp, Instagram, Facebook und Messenger stellt Meta nun eine eigene, eigenständige AI-Anwendung vor. Diese App, die am Dienstag auf der Meta LlamaCon-Veranstaltung vorgestellt wurde, bietet direkten Zugang zu Meta AI und funktioniert ähnlich wie die ChatGPT-App und andere AI-Assistenten-Plattformen.
Um eine breitere Nutzerbasis anzuziehen, nutzt Meta seinen einzigartigen Vorteil gegenüber Konkurrenten wie OpenAI und Anthropic: sein tiefes Verständnis von Nutzeridentitäten, Interessen und sozialen Kreisen, abgeleitet aus jahrelang auf Facebook und Instagram geteilten persönlichen Daten.
Metas neue KI-Anwendung unterscheidet sich von anderen Assistenten, indem sie auf Informationen zurückgreift, die Nutzer freiwillig auf Metas Plattformen geteilt haben, wie z. B. ihre Profile und Interaktionen mit Inhalten, erklärte das Unternehmen. Zunächst werden diese maßgeschneiderten Antworten für Nutzer in den USA und Kanada zugänglich sein.
Die Nutzer können der Meta-KI auch zusätzliche persönliche Daten zur Verfügung stellen, die für zukünftige Gespräche gespeichert werden sollen. Informiert man die KI beispielsweise über eine Laktoseintoleranz, wird sie diese berücksichtigen, bevor sie bei der Urlaubsplanung Aktivitäten wie eine Wein- und Käseverkostung vorschlägt.
Wie bei jedem KI-Dienst sollten die Nutzer darauf achten, wie Meta die mit seinen Chatbots geteilten Daten verwendet. Die umfangreichen Nutzerdaten des Unternehmens dienen der gezielten Werbung, die den Großteil der Einnahmen ausmacht.

Bildnachweis:Meta Die Meta AI-App verfügt auch über einen Discover-Feed, mit dem Nutzer ihre AI-Erfahrungen mit Freunden teilen können. Ein Beispielszenario zeigt einen Nutzer, der die KI bittet, ihn mit drei Emojis zu beschreiben, und dann das Ergebnis postet. Interaktionsdaten werden nur dann in diesem Feed angezeigt, wenn der Nutzer sie explizit freigibt.
Dieser Feed hat das Potenzial, bestimmte generative KI-Trends zu popularisieren, ähnlich wie die jüngsten viralen Filter, die Nutzerfotos in Barbie-Puppen oder Studio-Ghibli-Figuren verwandeln. Es ist jedoch zu hinterfragen, ob jede App wirklich einen Social Feed braucht - wir haben dich nicht vergessen, Venmo.
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