Großem japanischem KI-Modell wird vorgeworfen, DeepSeek kopiert zu haben

Eine vielbeachtete Markteinführung in Japans Technologiesektor hat eine öffentliche Debatte über technologische Transparenz ausgelöst. Die Rakuten Group hat kürzlich das nach eigenen Angaben „größte und leistungsstärkste“ intern entwickelte große Sprachmodell vorgestellt. Dieses Modell mit 70 Milliarden Parametern ist ein wichtiges Ergebnis eines Projekts, das vom japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) im Rahmen seiner GENIAC-Initiative unterstützt wurde. Kurz nach der Veröffentlichung begann die Open-Source-Community jedoch zu hinterfragen, ob es sich lediglich um eine umbenannte Version eines bestehenden Modells handelte.
Entwickler stellten fest, dass die Kernarchitektur und die Konfigurationsdatei des Modells eindeutig auf ein von einem chinesischen Team erstelltes Modell hindeuteten. Es gibt Hinweise darauf, dass Rakutens Modell nicht nur die ursprüngliche Kennung „DeepseekV3ForCausalLM“ beibehielt, sondern tatsächlich eine verfeinerte Anpassung unter Verwendung japanischer Daten war und keine Neuentwicklung.
Die Kontroverse dreht sich um das, was viele als „Grauzone“ in Rakutens Kommunikation und Lizenzverwaltung ansehen:
Unzureichende Offenlegung: In der offiziellen Pressemitteilung wurde lediglich von der „Integration der Essenz der Open-Source-Community“ gesprochen, ohne die Herkunft des Grundmodells anzuerkennen.
Probleme beim Lizenzmanagement: Die Community wies darauf hin, dass bei der ersten Veröffentlichung von Rakuten möglicherweise die erforderlichen MIT-Lizenzdateien fehlten. Zwar wurde später eine NOTICE-Datei hinzugefügt, um den rechtlichen Bestimmungen zu entsprechen, doch wurde diese nachträgliche Korrektur als mangelnde Offenheit und fehlende Aufrichtigkeit kritisiert.
Bis heute hat sich die Rakuten-Gruppe nicht direkt zur Entfernung der Lizenzdateien oder zu den auffälligen architektonischen Ähnlichkeiten geäußert.
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