Bild-KI-Modelle überholen Chatbot-Upgrades und treiben das App-Wachstum voran
Laut einem aktuellen Bericht des App-Analyseunternehmens Appfigures treiben die Einführungen neuer Bildmodelle das Wachstum bei KI-Apps für Mobilgeräte voran und generieren 6,5-mal mehr Downloads als herkömmliche Modell-Updates.
Dies markiert eine Veränderung gegenüber früheren Zeiten, als die Veröffentlichung neuer Modelle für Konversationserlebnisse – neben Funktionen wie Voice-Chat – die Nachfrage stärker ankurbelte.
So verzeichneten beispielsweise ChatGPT und Gemini jeweils mehrere zehn Millionen neue Downloads nach der Veröffentlichung ihrer jeweiligen Bildmodelle, wie Appfigures feststellte.
Im Fall von Googles Gemini führte die Veröffentlichung des Bildmodells „Nano Banana“ in den 28 Tagen nach der Einführung des Bildmodells „Gemini 2.5 Flash“ im vergangenen August zu mehr als 22 Millionen zusätzlichen Downloads. Die Daten zeigen, dass die Einführung die Downloads der App in diesem Zeitraum um mehr als das Vierfache steigerte.

Quelle: Appfigures
ChatGPT verzeichnete in den 28 Tagen nach der Einführung seines GPT-4o-Bildmodells im März letzten Jahres über 12 Millionen zusätzliche Installationen. Das ist etwa das 4,5-Fache der Downloads, die bei den Modellveröffentlichungen GPT-4o, GPT-4.5 und GPT-5 verzeichnet wurden, wie Appfigures hervorhob.
Andere Modellveröffentlichungen folgten ähnlichen Trends, wenn auch in kleinerem Umfang. Die Einführung des KI-Videofeeds „Vibes“ durch Meta AI führte in den 28 Tagen nach seiner Veröffentlichung im September 2025 zu schätzungsweise 2,6 Millionen zusätzlichen Downloads. (Ja, technisch gesehen handelt es sich hierbei um ein Videomodell, aber letztendlich geht es um visuelle Inhalte, nicht nur um Text.)

Quelle: Appfigures
Dennoch warnte der Bericht, dass zusätzliche Downloads nicht immer zu höheren mobilen Umsätzen führen.

Quelle: Appfigures
Das Unternehmen untersuchte in seiner Analyse auch DeepSeek, doch dieses passte nicht in das Muster.
Zwar generierte DeepSeek R1 nach seiner Veröffentlichung im Januar 2025 28 Millionen Downloads, doch handelte es sich dabei nicht um einen typischen Modellvergleich. Dies war der Durchbruch für DeepSeek, als es von einem relativ unbekannten Unternehmen über Nacht zur Sensation wurde, nachdem die Tech-Branche von den Techniken erfahren hatte, mit denen es seine KI-Modelle zu einem Bruchteil der Kosten seiner Konkurrenten trainierte. Dieser Fall verdeutlicht, wie Neugierde Downloads ankurbeln kann – auch wenn das Interesse in diesem Fall nicht an ein Bildmodell gebunden war.
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