KI-Agenten von Google werden die Web-Interaktion neu definieren
Seit über zwei Jahrzehnten liefert Google algorithmisch kuratierte Weblinks als Antwort auf Suchanfragen. Auf der I/O 2025 signalisierte das Unternehmen eine endgültige Abkehr von der traditionellen Suche, wie wir sie kennen.
Während der Keynote am Dienstag stellten Google-CEO Sundar Pichai und sein Führungsteam neue Ansätze für die Bereitstellung von Webinhalten vor - dieses Mal vollständig durch KI-Agenten unterstützt.
"Wir freuen uns unglaublich über dieses neue Kapitel der Google-Suche, in dem Sie alles fragen können - von einfachen Fragen bis hin zu komplexen Recherchen und personalisierten Einkäufen", verkündete Liz Reid, VP of Search bei Google, auf der I/O-Bühne. "Wir glauben, dass KI die leistungsstärkste Suchmaschine werden wird, die das Web je gesehen hat."
Die Ankündigung des Flaggschiffs enthüllte, dass Google nun allen US-Suchnutzern den KI-Modus anbietet und damit Hunderten von Millionen Nutzern Zugang zu KI-Agenten gibt, die Websites durchsuchen, individuelle Zusammenfassungen erstellen und beim Einkaufen helfen. Für Ultra-Abonnenten bietet Project Mariner einen noch autonomeren Agenten, der zehn Aufgaben gleichzeitig erledigen kann: Er navigiert durch Webseiten und interagiert mit Inhalten, während sich die Nutzer auf andere Dinge konzentrieren.
Google verbessert auch seinen Deep Research-Agenten, der Dutzende relevanter Websites durchsucht, um umfassende Berichte zu erstellen, mit einer tieferen Personalisierung und Integration in Gmail und Drive. Gleichzeitig wird Project Astra - die multimodale Echtzeit-KI-Schnittstelle des Unternehmens - in Search und Gemini integriert, um natürlichere Sprachinteraktionen und visuelles Verständnis zu ermöglichen.
Die Botschaft war unmissverständlich: KI-Agenten dominieren die I/O 2025.
Das Auftauchen von ChatGPT löste Googles KI-Erwachen aus und zwang das Unternehmen dazu, die Art und Weise, wie Nutzer auf Webinformationen zugreifen, neu zu gestalten. Dieser Wandel begann auf der letztjährigen I/O mit der problematischen Einführung von KI-Übersichten, deren ungenaue Halluzinationen darauf hindeuteten, dass KI noch nicht reif für die Mainstream-Suche war.
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Berkeley, CA | 5. Juni JETZT ANMELDENAuf der I/O 2025 präsentierte Google eine ausgefeiltere Vision für die KI-gesteuerte Transformation der Suche. Die neue Ausrichtung des Unternehmens deutet auf eine Zukunft hin, in der KI-Agenten Web-Informationen abrufen und sie entsprechend den Präferenzen der Nutzer präsentieren.
Das Potenzial von KI-Agenten, die herkömmliche Suche zu ersetzen, ist angesichts der Infrastrukturentwicklungen von Google besonders überzeugend. Das Unternehmen kündigte an, dass das SDK der Gemini-Modelle jetzt nativ Anthropics MCP unterstützen wird - einen aufkommenden Standard für die Verbindung von Agenten mit Online-Datenquellen.
Google ist mit dieser Umstellung nicht allein. Auf einer anderen Tech-Konferenz in dieser Woche skizzierte Kevin Scott, CTO von Microsoft, seine Vision eines "Open Agentic Web", in dem Agenten im Namen der Nutzer Aktionen im Internet durchführen. Scott betonte die Bedeutung von Konnektivitätsprotokollen wie Agent2Agent von Google und MCP von Anthropic, um dieses Ökosystem zu ermöglichen.
Trotz der Begeisterung weist Ben Thompson von Stratechery auf inhärente Herausforderungen hin. Wenn beispielsweise KI-Agenten menschliche Website-Besucher ersetzen, könnte das werbegestützte Modell des Internets zusammenbrechen.
Die Auswirkungen wären von Branche zu Branche unterschiedlich. Während E-Commerce-Plattformen wie DoorDash und Ticketmaster Agenten als neue Kundenkanäle nutzen, stehen Verlage im direkten Wettbewerb um die Aufmerksamkeit des Publikums.
Ein Kommunikationschef von Google merkte auf der I/O an, dass "die menschliche Aufmerksamkeit unsere einzige endliche Ressource bleibt", was darauf hindeutet, dass KI-Agenten den Nutzern mehr Zeit geben könnten. KI-generierte Artikelzusammenfassungen könnten jedoch die Einnahmen von Verlagen umleiten - und damit möglicherweise die Erstellung von Inhalten untergraben, die diese KI-Systeme antreiben.
Halluzinationen sind ein weiteres anhaltendes Problem, wie die problematische Einführung von KI-Überblicken durch Google zeigt. DeepMind-CEO Demis Hassabis räumte bei seiner Präsentation sogar Bedenken hinsichtlich der Konsistenz ein: "Innerhalb von Minuten kann man offensichtliche Fehler erkennen - ungelöste Matheprobleme, einfache Spiele, die sie nicht beherrschen. Für eine echte AGI bräuchten wir eine viel größere Konsistenz".
Die Auswirkungen sind erheblich. Weit verbreitete Halluzinationen könnten das Vertrauen in Online-Informationen untergraben und die Verbreitung von Fehlinformationen beschleunigen - beides ist nicht wünschenswert.
Google scheint nicht warten zu wollen, bis die Werbemodelle oder KI-Systeme ausgereift sind, und treibt den Einsatz von Agenten in jedem Fall voran. Kein Unternehmen hat mehr zur Gestaltung des modernen Webs beigetragen, aber Google scheint nun die Konzeption des Webs selbst auf KI-Agenten auszurichten.
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Das Potenzial von KI-Agenten, die herkömmliche Suche zu ersetzen, ist angesichts der Infrastrukturentwicklungen von Google besonders überzeugend. Das Unternehmen kündigte an, dass das SDK der Gemini-Modelle jetzt nativ Anthropics MCP unterstützen wird - einen aufkommenden Standard für die Verbindung von Agenten mit Online-Datenquellen.
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