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Google setzt neue Regeln für den KI-Training ein, die einen Datenzugriff vorschreiben.

Laut Quellen, die über die Angelegenheit informiert sind, hat Google den an seinem Pilotprogramm teilnehmenden Nachrichtenverlegern ein klares Signal gesandt und sie aufgefordert, „durch KI erzeugte Artikelzusammenfassungen“ auf Google News sowie dem Gemini-Chattbot zu veröffentlichen, während gleichzeitig um umfangreiche Rechte zur Nutzung der Inhalte gekämpft wird.
Die Kernbestimmungen der Lizenz verlangen von den Verlegern, Google die Nutzung ihrer Nachrichteninhalte zum Trainieren seiner KI-Modelle zu gestatten. Sollten Medienorganisationen diese Vereinbarung nicht akzeptieren, plant Google, bestehende Partnerschaften zu beenden – wodurch die Verleger die erheblichen jährlichen Gebühren verlieren würden, die sie bisher für die Anzeige von Artikeln erhalten hatten.
Der Machtkampf hinter dem Pilotprogramm
Auf diesen Bericht hin erklärte ein Google-Sprecher öffentlich, dass das Unternehmen angesichts sich wandelnder Präferenzen der Öffentlichkeit prüft, wie KI durch Pilotprogramme mehr Leser ansprechen kann. Er betonte, Google habe in den vergangenen Jahren bereits Geschäftspartnerschaften mit über 3.000 Plattformen und Inhaltanbietern eingegangen, um die Rechte zur Anzeige von Inhalten auszuweiten.
Google gab an, das Testen von durch KI erzeugten Artikelzusammenfassungen auf Nachrichtenseiten diene dazu, den Nutzern vor dem Klicken zum Lesen des vollständigen Artikels mehr Hintergrundinformationen zu liefern. Doch diese verpflichtende Begleitprüfung hat starke Unzufriedenheit hervorgerufen und in der Medienbranche Fragen zur Hegemonie solcher Plattformen aufgeworfen.
Urheberrechtskrisen und Kartellgesetze
Tatsächlich hat die Einmischung von Technologiegiganten in Nachrichteninhalte bereits die Aufmerksamkeit globaler Regulierungsbehörden auf sich gezogen. Die Europäische Kommission leitete Ende letzten Jahres eine Kartelluntersuchung ein, um herauszufinden, ob Google Medieninhalte ohne angemessene Entlohnung zur Bereicherung seiner Suchergebnisse nutzt.
Gleichzeitig hat der Gegenangriff traditioneller Medien auf Technologiegiganten bereits in vollem Umfang begonnen. An diesem Mittwoch reichte ein Verlagskonsortium aus fast 400 lokalen und regionalen Zeitungen in den Vereinigten Staaten formell eine Klage wegen Urheberrechtsverletzung gegen OpenAI und Microsoft ein.
In der Klage wird diesen KI-Giganten vorgeworfen, ohne Genehmigung oder Entlohnung urheberrechtlich geschützte Artikel offen für das Training ihrer kommerziellen Produkte zu missbrauchen. Der Branchenkampf um das Überleben der Inhaltsersteller sowie die Rechte an KI-Daten hat offensichtlich gerade erst begonnen.
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