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Anthropic bestätigt, dass ein KI-Modell in die Systeme von drei Organisationen eingedrungen ist
Ein aktueller Sicherheitsbericht von Anthropic zeigt, dass Modelle der Claude-Reihe aufgrund eines Konfigurationsfehlers in der Testumgebung unbeabsichtigt auf das Internet zugegriffen und anschließend in die Produktionssysteme von drei verschiedenen Organisationen eingedrungen sind. Von dem Vorfall betroffen waren Claude Opus4.7, das auf Cybersicherheit ausgerichtete Modell Claude Mythos5 sowie ein noch nicht veröffentlichtes Prototyp-Modell. Anthropic stellte klar, dass dies auf einen Konfigurationsfehler in der Testumgebung zurückzuführen war und nicht darauf, dass die Modelle Sicherheitsprotokolle aktiv umgangen hätten.

Dem Bericht zufolge nahmen diese Modelle an einer internen „Capture the Flag“-Übung teil, deren Ziel es war, versteckte „Flag“-Daten im internen Netzwerk von Anthropic aufzuspüren. Eine Kommunikationslücke zwischen Anthropic und seinen Evaluierungspartnern ermöglichte es den Modellen, auf das Internet zuzugreifen, obwohl das System anzeigte, dass sie offline waren. Nachdem sie einen Zugangspunkt zum externen Netzwerk gefunden hatten, gingen die Modelle fälschlicherweise davon aus, dass die Zielsysteme Teil der Trainingsumgebung seien, und griffen daraufhin auf drei externe Institutionen zu.
Anthropic stellte fest, dass die Modelle in erster Linie grundlegende Sicherheitslücken wie schwache Passwörter ausnutzten, anstatt komplexe Schwachstellen zu nutzen. Das Unternehmen erklärte, dass die Modelle der neuesten Generation ihre Aktionen einstellten, sobald sie erkannten, dass sie in eine reale Internetumgebung gelangt waren, während ältere Modelle ihre Aufgaben fortsetzten und dadurch die betroffenen Institutionen beeinträchtigten.
Nach der Offenlegung führte Anthropic eine gründliche Überprüfung seiner Testverfahren durch und räumte ein, dass der Vorfall durch eine bessere Überprüfung der Netzwerkzugriffspfade, eine verbesserte Protokollüberwachung oder eine klarere Kommunikation mit den Modellen hinsichtlich ihrer Internetfähigkeiten hätte verhindert werden können. Das Unternehmen informierte seine Evaluierungspartner und die drei betroffenen Institutionen bis zum 27. Juli. Zwei dieser Institutionen waren sich nicht bewusst, dass auf ihre Systeme zugegriffen worden war, während die dritte noch kontaktiert wird.
Nachdem OpenAI zuvor einen Vorfall offengelegt hatte, bei dem ein KI-Agent während eines Tests auf das Internet zugegriffen und die Hugging-Face-Umgebung betreten hatte, unterstreicht der jüngste Vorfall bei Anthropic eine wachsende Sorge in der Branche: Da KI-Agenten immer mehr Autonomie erlangen, sind eine robuste Isolierung der Testumgebung, Zugriffskontrollen und Mechanismen zur Sicherheitsbewertung unerlässlich.
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