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WordPress startet mit dem neuen Dienst „my.WordPress.net“ einen browserbasierten privaten Arbeitsbereich
Die WordPress-Publishing-Software läuft nun vollständig in einem Webbrowser, wie die Organisation hinter der Open-Source-Plattform am Mittwoch bekannt gab. Mit dem neuen Dienst „my.WordPress.net“ können Nutzer eine Website einrichten und mit dem Veröffentlichen beginnen, ohne sich anzumelden, einen Hosting-Anbieter zu beauftragen oder eine Domain zu registrieren. Stattdessen nutzt der Dienst dieselbe Technologie, auf der auch die WordPress-Demos basieren, und bietet sie als dauerhafte, persönliche Publishing-Umgebung an.
Es gibt jedoch einen entscheidenden Haken bei dieser Art der Nutzung von WordPress: Auf my.WordPress.net erstellte Websites sind standardmäßig privat und können nicht über das öffentliche Internet aufgerufen werden.
„Sie sind nicht für Traffic, Auffindbarkeit oder Präsentation optimiert, und das müssen sie auch nicht sein“, erklärt ein Blogbeitrag, der den Dienst vorstellt. „WordPress wird stattdessen zu einem persönlichen Raum, in dem Ideen existieren können, bevor sie bereit sind, geteilt zu werden – oder in dem sie vielleicht gar nie geteilt werden.“
Über diesen Dienst erstellte Websites sind an Ihren Browser gebunden, wobei die Daten lokal im Speicher des Browsers abgelegt werden. Das bedeutet, dass Sie von einem anderen Gerät aus nicht auf die Website zugreifen können. Sie können Ihre Website jedoch auf einen dedizierten WordPress-Host umziehen, falls Sie sich jemals entscheiden sollten, sie öffentlich zu machen.
Damit positioniert sich WordPress als persönlicher Arbeitsbereich für Aktivitäten wie privates Schreiben, Tagebuchführen, Entwürfe erstellen, Recherchieren und Lernen oder für die Entwicklung von Tools für den persönlichen Gebrauch. Für Letzteres bietet my.WordPress.net einen App-Katalog mit einer Vielzahl von Tools, die mithilfe von WordPress-Plugins erstellt wurden, darunter ein persönliches CRM, ein persönlicher RSS-Reader, ein Lesezeichen-Tool, ein KI-Arbeitsbereich und vieles mehr.

Bildnachweis: WordPress.org
Der Beitrag weist darauf hin, dass my.WordPress.net auf WordPress Playground basiert, einem Open-Source-Projekt, mit dem man WordPress mit einem einzigen Klick auf jedem Gerät installieren kann und das sich zudem in OpenAI- und CLI-Apps integrieren lässt, um neue Tools zu erstellen. Dadurch kann man einen KI-Assistenten nutzen, um my.WordPress.net anzupassen, beispielsweise um ein Plugin zu optimieren oder ein neues zu erstellen.
Sie können den Assistenten auch nach in WordPress gespeicherten Daten fragen, die er sich merkt, wodurch WordPress praktisch zu einer persönlichen Wissensdatenbank wird, auf die per KI zugegriffen werden kann.

Bildnachweis: WordPress.org
Der Beitrag weist darauf hin, dass der Dienst beim ersten Gebrauch länger zum Laden braucht, und empfiehlt, regelmäßig Backups zu erstellen. Der Speicherplatz beginnt bei etwa 100 MB, wodurch er sich besser für kleinere, persönliche Apps und Anwendungsfälle eignet.
Wenn Sie Ihre aktuelle Arbeit löschen möchten, können Sie per Knopfdruck die Seite zurücksetzen. Alternativ können Sie neue temporäre Instanzen einrichten, die sich beim Aktualisieren des Browsers automatisch zurücksetzen.
Der Start des Dienstes folgt auf die Gründung eines WordPress-KI-Teams im letzten Jahr, das sich auf die Bereitstellung neuer KI-Produkte für die Entwickler-Community konzentriert. Die kommerzielle Hosting-Plattform WordPress.com führte im vergangenen Jahr ebenfalls einen KI-Website-Builder ein, der es Nutzern ermöglicht, eine Website über eine KI-Schnittstelle im Chatbot-Stil zu gestalten.
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Bildnachweis: WordPress.org
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