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Sam Altmans 2-Milliarden-Dollar-Beteiligung an OpenAI Partners weckt Bedenken hinsichtlich Interessenkonflikten

Aus einer kürzlich eingereichten Gerichtsakte geht hervor, dass OpenAI-CEO Sam Altman über Vermögenswerte in Höhe von mehr als 2 Milliarden US-Dollar in verschiedenen Unternehmen verfügt, die geschäftliche Verbindungen zu OpenAI unterhalten. Altman steht derzeit unter intensiver Beobachtung durch Elon Musk, mehrere Generalstaatsanwälte der US-Bundesstaaten und den US-Kongress und sieht sich Vorwürfen des „Insiderhandels“ und der unzulässigen Bereicherung ausgesetzt.
Obwohl Altman stets betont hat, keine direkten Anteile an OpenAI zu halten, hat er durch Risikokapitalinvestitionen, die er vor und nach seinem Eintritt in das Unternehmen getätigt hat, ein beträchtliches Vermögen angehäuft. Zu den in dem Verfahren offengelegten Unternehmen mit Verbindungen zu OpenAI gehören:
Helion Energy: Ein Unternehmen für Kernfusionsenergie, an dem Altman Anteile im Wert von etwa 1,7 Milliarden Dollar hält.
Stripe: Ein großes Finanzsoftwareunternehmen, an dem Altman Anteile im Wert von rund 633 Millionen US-Dollar hält.
Retro Biosciences: Ein Pharmaunternehmen im Bereich Anti-Aging, an dem Altman Anteile im Wert von etwa 258 Millionen US-Dollar hält.
Weitere Unternehmen: Dazu gehören der Chiphersteller Cerebras, der KI-Hardwareanbieter Humane und Reddit (Altman verkaufte seine Anteile bis Ende 2025).
Musks Anwalt argumentierte vor Gericht, dass Altman klare Interessenkonflikte hatte, als er sich für Partnerschaften zwischen OpenAI und diesen Firmen einsetzte. Zum Beispiel:
Zusammenarbeit im Energiebereich: Altman befürwortete die Partnerschaft von OpenAI mit Helion Energy. Obwohl er behauptete, sich aus wichtigen Diskussionen mit diesen Unternehmen zurückgezogen zu haben, trat er erst aus dem Vorstand von Helion aus, als die beiden Unternehmen über eine umfassendere Zusammenarbeit verhandelten.
Rechenleistung und Inhalte: Der Anwalt stellte OpenAIs 1-Milliarden-Dollar-Vertrag über Rechenleistung mit Cerebras sowie die von Altman geleiteten Gespräche über eine Zusammenarbeit im Bereich Inhalte mit Reddit in Frage.
Altmans Vorgehen hat erhebliche Aufmerksamkeit seitens der Regierung auf sich gezogen. Generalstaatsanwälte aus zehn US-Bundesstaaten, darunter Florida und Montana, haben sich schriftlich an die Securities and Exchange Commission (SEC) gewandt und eine strenge Überprüfung der Richtlinien von OpenAI zu Interessenkonflikten im Vorfeld des geplanten Börsengangs (IPO) gefordert. Der Ausschuss für Aufsicht und Regierungsreform des US-Repräsentantenhauses hat Altman zudem aufgefordert, relevante Richtlinienunterlagen vorzulegen.
Vor Gericht hat Altman geltend gemacht, dass alle Kooperationsprozesse standardmäßig abliefen, gründlich geprüft wurden und er die üblichen Unternehmensverfahren zur Selbstablehnung befolgt habe. Da OpenAI jedoch seinen Wandel von einer gemeinnützigen Organisation zu einem kommerziellen Schwergewicht beschleunigt, wird die Grenze zwischen dem persönlichen Vermögen seines obersten Leiters und den Unternehmensentscheidungen einer beispiellosen Prüfung unterzogen.
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