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Origin Lab sammelt 8 Millionen US-Dollar ein, um Spielefirmen dabei zu helfen, Daten an Hersteller von Weltmodellen zu verkaufen

Während künstliche Intelligenz in den physischen Raum vordringt, entwickeln spezialisierte Labore sogenannte „World Models“, die darauf ausgelegt sind, Robotik zu steuern oder physikalische Objekte zu simulieren. Da diese Organisationen nicht über die umfangreichen Datensätze verfügen, die für Large Language Models verfügbar sind, wetteifern sie darum, die für das Training erforderlichen Daten zu sammeln.
Ein neues Startup nutzt eine unerwartete Ressource: den Videospielsektor.
Origin Lab, das kürzlich 8 Millionen US-Dollar an Seed-Finanzierung unter der Führung von Lightspeed Ventures sicherte, operiert auf dieser Grundlage. An der Runde waren auch SV Angel, Eniac, Seven Stars und FPV beteiligt, sowie Angel-Investments von Twitch-Mitbegründer Kevin Lin und Cruise-Gründer Kyle Vogt.
„Aktuelle KI-Systeme müssen physikalische Dynamiken und Objektbewegungen verstehen“, erklärte Co-CEO und Mitbegründerin Anne-Margot Rodde gegenüber TechCrunch. „Diese Informationen sind bereits in Videospielen eingebettet.“
Origin Lab fungiert als Marktplatz, der Entwicklern von World Models wie Yann LeCuns AMI Labs oder Fei-Fei Lis World Labs den Kauf hochwertiger, lizenzierter Daten ermöglicht. Gleichzeitig können Spielstudios ihre bestehenden digitalen Assets monetarisieren. Origin Lab wandelt diese Assets in nutzbare Trainingsformate um, die von einfachen Rendering-Ausgaben bis hin zu automatisierten Durchläufen reichen.
„Wir stellten fest, dass die Videospielindustrie wertvolle Daten enthält, jedoch über keine Infrastruktur verfügt, um KI-Labore mit Spieleentwicklern zu verbinden“, so Rodde. „Wir haben diese Verbindung geschaffen.“
Obwohl Labore seit Langem nach Videospiel-Footage suchen, bleiben Lizenzierungs- und Qualitätsprobleme bestehen. Ende 2024 geriet OpenAI in die Kritik, als sein Sora-Modell Footage aus beliebten Spielen und Twitch-Streams zu reproduzieren schien, was darauf hindeutete, dass es mit solchen Inhalten trainiert wurde. Amazon hat zudem öffentlich darüber gesprochen, Twitch-Footage für das Modelltraining zu verwenden.
Die erfolgreiche Finanzierungsrunde von Origin Lab unterstreicht einen wachsenden Markt sowohl für Trainingsdaten als auch für Startups, die als kritische Lieferanten für große KI-Labore fungieren. Faraz Fatemi, ein Partner bei Lightspeed, der die Investierung führte, bemerkte, dass der Erfolg von Unternehmen wie Scale.AI diese Gelegenheit unbestreitbar mache.
„Wir haben beobachtet, wie schnell Datenanbieter, die große Labore bedienen, ihren Umsatz skalieren können“, sagte Fatemi gegenüber TechCrunch. „Dies sind gut finanzierte Unternehmen, und Daten bleiben ihr primärer Engpass.“
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