OpenAI-Hardware-Chef Kalinowski tritt wegen Streit um Militärvertrag zurück
Am 8. März 2026 gab Caitlin Kalinowski, Leiterin der Hardware-Entwicklung bei OpenAI, ihren Rücktritt bekannt. Auslöser für ihren Weggang war eine umstrittene neue Partnerschaft zwischen OpenAI und dem US-Verteidigungsministerium. Kalinowski, eine Schlüsselfigur, die zuvor Augmented-Reality-Projekte bei Meta geleitet hatte, war im November 2024 zu OpenAI gekommen. Ihr Ausscheiden in einer entscheidenden Phase für die Hardware-Strategie des Unternehmens hat in der Branche große Aufmerksamkeit erregt.

In einer Erklärung in den sozialen Medien bezeichnete Kalinowski ihre Entscheidung als „eine Frage des Prinzips“. Sie äußerte Bedenken, dass die Vereinbarung eine Überwachung ohne gerichtliche Kontrolle ermögliche und der KI tödliche autonome Befugnisse einräume – Themen, die ihrer Meinung nach nicht angemessen diskutiert worden seien. Sie kritisierte OpenAI dafür, die Partnerschaft angekündigt zu haben, bevor klare Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden seien, und bezeichnete dies als schwerwiegendes Versagen der Unternehmensführung.
Gegenreaktion auf die Partnerschaft und Reaktion des Marktes
Die Kontroverse begann eine Woche zuvor, als das Pentagon OpenAI beauftragte, nachdem die Gespräche mit Anthropic ins Stocken geraten waren. Anthropic war als „Risiko für die Lieferkette“ eingestuft worden, da es Klauseln im Zusammenhang mit Massenüberwachung und autonomen Waffen abgelehnt hatte. OpenAI stimmte der Partnerschaft zu und versprach, technische Schutzmaßnahmen innerhalb einer sicheren Regierungs-Cloud zu implementieren. Dieser abrupte Schritt löste eine Gegenreaktion in der Öffentlichkeit und unter den Mitarbeitern aus.
Wichtige Daten und Auswirkungen:
Nutzerverlust: Nach der Ankündigung stiegen die täglichen Deinstallationen der ChatGPT-App in den USA um 295 %.
Marktverschiebung: Die Claude-App des Konkurrenten Anthropic stieg schnell an die Spitze des US-App-Stores auf und verdrängte ChatGPT.
Interner Protest: Fast tausend Tech-Mitarbeiter von OpenAI, Google und anderen Unternehmen unterzeichneten einen offenen Brief, in dem sie die Militarisierung der KI verurteilten.
Ein Sprecher von OpenAI erklärte, die Partnerschaft stelle einen verantwortungsvollen Weg für KI im Bereich der nationalen Sicherheit dar. CEO Sam Altman räumte jedoch später ein, dass die Ankündigung des Deals zu diesem Zeitpunkt „opportunistisch und übereilt“ gewesen sei.
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