Aktivisten besetzen Brad Smiths Büro und sperren die Microsoft-Zentrale ab

Aktivisten stürmten am Montag den Microsoft-Campus in Redmond, erreichten das Büro von Präsident Brad Smith in Gebäude 34 und lösten eine vorübergehende Schließung aus. Die Gruppe "No Azure for Apartheid" übertrug ihren Sitzstreik live auf Twitch, zeigte Transparente und skandierte: "Brad Smith, du kannst dich nicht verstecken; du unterstützt Völkermord!" Sie posteten auch eine fingierte gerichtliche Vorladung, in der sie Smith der "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" beschuldigten.
TechCrunch hat Microsoft für weitere Details kontaktiert.
The Verge berichtet, dass an dem Protest sowohl aktuelle Microsoft-Mitarbeiter als auch ehemalige Mitarbeiter beteiligt waren, die zuvor wegen ihres Aktivismus entlassen worden waren. Die Eskalation vom Montag folgt auf monatelange Demonstrationen gegen Microsofts Cloud-Computing-Vereinbarungen mit Israel, einschließlich der jüngsten Verhaftungen am Hauptsitz des Unternehmens.
Eine Untersuchung des Guardian deckte kürzlich auf, dass Israel Microsofts Dienste nutzt, um Daten von Millionen täglicher Telefongespräche von Palästinensern in Gaza und im Westjordanland zu speichern.
Die Übernahme des Firmensitzes erinnert an die Taktik, die Google-Mitarbeiter vor über einem Jahr angewandt haben. Im April 2024 organisierten neun Google-Mitarbeiter koordinierte Proteste in Büros in New York und Kalifornien. Fünf von ihnen besetzten neun Stunden lang das Büro des Google Cloud CEO Thomas Kurian. Sie schrieben Forderungen auf sein Whiteboard und trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Googler against genocide".
Die Proteste von Google konzentrierten sich auf das Projekt Nimbus, einen 1,2-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Amazon, der die israelische Regierung und das israelische Militär mit Cloud-Computing und Tools für künstliche Intelligenz versorgt. Ihre Sitzstreiks und Verhaftungen wurden ebenfalls live auf Twitch übertragen; drei Tage später wurden 28 Mitarbeiter, die an den Protesten beteiligt waren, entlassen.
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Kommentare (1)
Das ist schon ein starkes Zeichen der Aktivisten! Aber mal ehrlich, wenn selbst Microsoft-Gelände so leicht 'stürmt' werden kann, wirft das Fragen zur physischen Sicherheit bei Großkonzernen auf. Live auf Twitch streamen – clever für die Aufmerksamkeit, aber ob das die Botschaft verharmlost? 🤔 Ich bin gespannt, wie sie das intern aufarbeiten.

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