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Ehemalige TikTok-Führungskräfte bringen eine KI-gestützte App auf den Markt, mit der man Fotoposen meistern kann
Unternehmen nutzen zunehmend KI-gestützte Bildgenerierung, um Nutzer in Fototechniken zu schulen. Im vergangenen Jahr führte Google auf Pixel-Geräten den „Camera Coach“ ein, der bei der Bildausrichtung und Bildkomposition hilft, und im Juli brachte Adobe eine neue Funktion in seiner experimentellen Kamera-App auf den Markt, die mithilfe von KI Fotos bewertet und Anpassungsvorschläge unterbreitet.
Diesem Trend folgend bringen die ehemaligen TikTok-Mitarbeiterinnen Melody Chu und Jing Liu „Superpose“ auf den Markt, eine neue iOS-App, die mithilfe eines KI-Guides den Nutzern beibringt, wie man für Fotos posiert.
„Superpose“ funktioniert in erster Linie als Kamera-App. Nutzer können ein Selfie oder ein Foto eines Freundes aufnehmen, und die App generiert mithilfe von KI vier mögliche Posen. Einige Posen sind aufwendig, und gelegentlich wirken die Ergebnisse etwas unheimlich.

Bildnachweis:Superpose
Nutzer können die generierten Posen speichern oder die „Match-Pose“-Funktion nutzen, um sich gemäß den Vorschlägen der App im Bildausschnitt zu positionieren.
Vor der Gründung von Superpose hatte Chu verschiedene Produktpositionen bei Unternehmen wie Meta, Nextdoor, Roblox, TikTok und Slack inne. Liu war unterdessen Gründungsingenieurin bei einem Start-up für 3D-Gesichtsscans und arbeitete später bei TikTok an Bild- und Videomodellen.
Chu erklärte, dass das Konzept der App aus einer persönlichen Herausforderung entstand: Ihr Mann hatte Schwierigkeiten, gute Fotos von ihr zu machen.
„Mein Mann macht einfach furchtbare Fotos von mir. Das war ein echtes Problem in unserer Ehe – ich verstehe nicht, wie er es schafft, dass ich darauf immer so schrecklich aussehe. Und ich dachte mir: Es muss doch eine Möglichkeit geben, dieses Problem mit den Fortschritten in den Bereichen Computer Vision und generative KI zu lösen. Und ich beschloss, mich selbstständig zu machen“, erzählte Chu TechCrunch.
Superpose wurde im Juli veröffentlicht und wurde bereits über 22.000 Mal heruntergeladen. Das Unternehmen gibt an, dass Nutzer mehr als 190.000 Posen generiert haben. Die App bietet täglich fünf kostenlose Generierungen an, mit der Option, ein Paket mit fünf zusätzlichen Generierungen für 2,99 $ oder 20 Generierungen für 9,99 $ zu erwerben.
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Chu räumte zwar ein, dass andere Unternehmen in den Bereich der KI-gesteuerten Fotografie vordringen, erklärte jedoch, dass Superpose darauf abzielt, die beste Kamera für die Porträtfotografie zu werden, indem sie KI-Anweisungen befolgt. Das Start-up hat nicht vor, KI-Hintergründe oder -Bilder zu erstellen, sondern konzentriert sich stattdessen lieber auf Fotos aus dem echten Leben.
„Wir wollen uns auf den Kern der Erinnerungsfesthaltung konzentrieren, anstatt Sie beispielsweise an einen fantastischen Ort zu versetzen, an dem Sie noch nie waren. Ich denke, es gibt bereits so viele Apps, die das gut machen, aber wir wollen uns wirklich darauf konzentrieren, den gelebten Moment und das Erlebnis tatsächlich festzuhalten“, sagte Chu.
Sie räumte zudem ein, dass manche Posenvorschläge etwas unheimlich wirken könnten, und merkte an, dass das Unternehmen daran arbeite, diesen Aspekt zu verbessern. Das Start-up optimiert derzeit seine Generierungsstile, Personalisierungsfunktionen und Methoden, um Nutzer direkt über den Sucher besser anzuleiten.
Superpose hat sich eine Finanzierung in Höhe von 2,2 Millionen Dollar von Khosla Ventures, dem chinesischen Smartphone- und Selfie-App-Hersteller Meitu sowie OVTR VC gesichert.
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