Figma erweitert die gemeinsame Arbeitsfläche um einen KI-Assistenten

In den letzten Monaten ist Figma Partnerschaften mit OpenAI und Anthropic eingegangen, um die Unterstützung für KI-CLI-Tools wie Claude Code und Codex zu integrieren, sodass Nutzer diese Programmierumgebungen parallel zur Design-Software nutzen können. Nun bindet Figma eigene KI-Funktionen über einen neuen Agenten ein, der innerhalb der kollaborativen Arbeitsfläche agiert.
Figma erklärte, dass Nutzer den neuen KI-Agenten mittels natürlicher Sprachbefehle anweisen können, neue Designs zu erstellen, bestehende zu modifizieren oder Aufgaben wie die Generierung von Designvarianten zu automatisieren. Nutzer können zudem mehrere Agenten starten, um verschiedene Aufgaben gleichzeitig zu erledigen.
Das Unternehmen betont, dass der KI-Assistent Designkontexte und -elemente versteht, da er auf Modellen basiert, die speziell für das Design optimiert wurden.
„Da die Entwicklung von Software immer einfacher wird, kommt es vor allem darauf an, die Richtung vorzugeben: zu entscheiden, woran gearbeitet werden soll, wie es funktionieren soll und wie sich die Benutzererfahrung anfühlen soll. Teams können nun mit Agenten auf der Multiplayer-Arbeitsfläche zusammenarbeiten, um Ideen zu testen, Randfälle zu visualisieren und Konzepte gemeinsam zu verfeinern, ohne sich in den mühsameren Teilen zu verzetteln“, sagte Loredana Crisan, Chief Design Officer bei Figma, in einer Erklärung.
Der Agent wird zunächst in Figma Design eingeführt, soll aber später auch auf andere Produkte ausgeweitet werden. Figma erklärte, dass es darauf abzielt, Design und Code innerhalb seiner Apps im Laufe der Zeit näher zusammenzubringen.
Angesichts des harten Wettbewerbs durch Konkurrenten wie Canva, Adobe, Flora, Krea und Dessn hat Figma im vergangenen Jahr das knotenbasierte Design-Tool Weavy übernommen und seine Produkte um neue Bildbearbeitungsfunktionen erweitert.
Trotz der Befürchtung, dass KI die Nachfrage nach Designern und der von ihnen verwendeten Software verringern könnte, hat sich Figma gut entwickelt. Im ersten Quartal 2026 meldete das Unternehmen einen Umsatz von 333,4 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 46 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
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