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Cerebras sichert sich vor dem geplanten Börsengang Finanzmittel in Höhe von 5,5 Milliarden Dollar

Cerebras ging am Donnerstag an die Börse und nahm 5,5 Milliarden Dollar ein, nachdem das Unternehmen am Vorabend den Ausgabepreis seiner Aktien auf 185 Dollar festgesetzt hatte. Dieser Preis lag deutlich über der ursprünglichen Zielspanne von 115 bis 125 Dollar, die später auf 150 bis 160 Dollar angehoben wurde, obwohl das Unternehmen das Emissionsvolumen auf 30 Millionen Aktien erhöht hatte.
Der Handel vor Börsenbeginn deutet darauf hin, dass die Aktien bei Eröffnung einen erheblichen Kursanstieg verzeichnen werden, angetrieben durch die starke Nachfrage von Privatanlegern. (Wir werden diesen Artikel aktualisieren, sobald der Handel beginnt.)
Selbst zum IPO-Preis beginnt das Unternehmen seinen ersten Handelstag mit einer vollständig verwässerten Bewertung von 56,4 Milliarden US-Dollar. Bei einem Kurs von 185 US-Dollar pro Aktie wird der Anteil von Mitbegründer und CEO Andrew Feldman auf fast 1,9 Milliarden US-Dollar geschätzt, während der Anteil von Mitbegründer und CTO Sean Lie etwa 1 Milliarde US-Dollar wert ist.
Vor einem Jahr schien dieser Meilenstein für Cerebras noch unwahrscheinlich. Der Nvidia-Konkurrent, der seinen Großchip von Grund auf speziell für KI entwickelt hat, hatte ursprünglich einen Antrag auf Börsengang im Jahr 2024 gestellt. Bedenken hinsichtlich einer Großinvestition der Group 42 aus Abu Dhabi führten jedoch dazu, dass der Börsengang in eine langwierige Prüfung durch das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) geriet. Auch die Skepsis der Investoren hinsichtlich der Finanzlage des Unternehmens wuchs, da die Group 42 fast den gesamten Umsatz von Cerebras ausmachte, was das Unternehmen dazu veranlasste, seine Börsengangpläne auf Eis zu legen.
Im April dieses Jahres belebte das Unternehmen seine Börsengang-Ambitionen wieder und meldete für 2025 einen Umsatz von 510 Millionen US-Dollar – eine Verdopplung und ein Anstieg von 76 % gegenüber dem Vorjahr –, der von einer kleinen Gruppe von Kunden erzielt wurde. Außerdem kündigte es eine dramatische Trendwende zur Profitabilität an: Der Nettogewinn erreichte 237,8 Millionen US-Dollar, verglichen mit einem Verlust von fast einer halben Milliarde Dollar im Vorjahr.
Das Interesse der Investoren wurde schnell wieder geweckt.
Cerebras hat sich mittlerweile zu einem wichtigen Anbieter von Chips für die Inferenz entwickelt – die fortlaufende Rechenverarbeitung, die KI-Modelle benötigen, um auf Eingaben zu reagieren. Zu seinem Kundenstamm gehören nun OpenAI (im Rahmen einer komplexen Partnerschaft), G42, die saudische Mohamed bin Zayed University of Artificial Intelligence und Amazon Web Services.
Die Geschichte entwickelt sich weiter; wir werden sie mit den Handelszahlen des ersten Tages aktualisieren.
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