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Broadcom strebt bis 2027 einen Umsatz von über 100 Mrd. US-Dollar mit KI-Chips an und tritt damit gegen NVIDIA an

Auf dem Markt für KI-Computer, der lange Zeit von NVIDIA dominiert wurde, zeigt der Chip-Design-Riese Broadcom starke Wachstumsambitionen. Während einer Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen am Mittwoch prognostizierte CEO Hock Tan, dass der Jahresumsatz des Unternehmens mit KI-Chips bis 2027 die 100-Milliarden-Dollar-Marke überschreiten werde, woraufhin die Aktien im nachbörslichen Handel um über 4 % zulegten.
Der Optimismus von Broadcom beruht auf dem intensiven Wettlauf um die Infrastruktur unter den Technologiegiganten. Alphabet, Microsoft, Amazon und Meta werden bis 2026 voraussichtlich mindestens 63 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur investieren. Im Gegensatz zu NVIDIAs Allzweck-GPU-Modell erobert Broadcom Marktanteile mit einer Strategie für maßgeschneiderte Chips, die großen Unternehmen dabei helfen, auf ihre spezifischen Algorithmen zugeschnittene Rechenplattformen zu entwickeln.
Hock Tan skizzierte den Fortschritt der Partnerschaften von Broadcom mit Schlüsselkunden und wies darauf hin, dass deren Auftragsvolumina bereits mit denen von NVIDIA und AMD konkurrieren:
In Bezug auf Anthropic: Broadcom strebt an, dem Unternehmen bis 2026 TPUs mit einer Leistung von 1 Gigawatt (GW) zu liefern, wobei die Nachfrage bis 2027 voraussichtlich auf 3 GW ansteigen wird.
Zu OpenAI: Broadcom rechnet damit, seinen ersten maßgeschneiderten KI-Chip für OpenAI im Jahr 2027 auszuliefern, wobei das Liefervolumen 1 GW übersteigen wird.
Zu Meta: Auf Gerüchte über eine Abschwächung des Geschäfts von Meta angesprochen, wies Hock Tan diese direkt zurück. Er bestätigte, dass die Roadmap für den maßgeschneiderten Beschleuniger MTIA von Meta planmäßig verläuft und Broadcom bereits mit den offiziellen Auslieferungen begonnen hat.
Über die starken Geschäftsaussichten hinaus kündigte Broadcom zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm im Wert von 10 Milliarden US-Dollar an.
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