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Broadcom verlangt von Microsoft, sich vor einer Investition zur Abnahme von 40 % der Nexus-Chip-Produktion von OpenAI zu verpflichten

OpenAI stößt bei seinen Bemühungen, eigene Chips zu entwickeln und sich aus dem Einflussbereich von NVIDIA zu befreien, nun auf ernsthafte Finanzierungsprobleme. Das „Nexus“-Chip-Projekt, das einst als starke Zusammenarbeit galt, ist hinsichtlich der Finanzierungsbedingungen in eine Sackgasse geraten. Der Chip-Riese Broadcom hat eine strenge Bedingung gestellt: Er wird nur dann echtes Geld investieren, wenn Microsoft sich verpflichtet, 40 % der anfänglichen Produktionsmenge abzunehmen.
Dieses ehrgeizige Projekt namens „Nexus“ zielt darauf ab, bis 2030 einen 10-Gigawatt-Rechencluster aufzubauen, der so viel Strom verbraucht wie fünf Hoover-Staudämme. Das Ziel ist klar: Durch maßgeschneiderte Chips sollen die Serverkosten um 20 % bis 30 % gesenkt und der Druck auf die Betriebsfinanzierung in Höhe von über 200 Milliarden Dollar bis 2029 gemildert werden. Doch allein die erste Phase, für die 1,3 Gigawatt benötigt werden, wird auf 18 Milliarden Dollar geschätzt, und die gesamten Chip-Produktionskosten für das gesamte Projekt dürften auf 180 Milliarden Dollar steigen.
Die Vorsicht von Broadcom ist verständlich. Zwar hat Microsoft Rechenzentrumsfläche reserviert, doch einen formellen Kaufvertrag hat das Unternehmen noch nicht unterzeichnet. Broadcom ist der Ansicht, dass sich diese astronomische Investition nur dank der erstklassigen Bonität und der betrieblichen Erfahrung von Microsoft auszahlen kann. Für Broadcom ist die Einbindung von Microsoft in den Deal ein Sicherheitsventil, für OpenAI bedeutet dies jedoch eine weitere Ebene komplexer Unsicherheit.
Interne Memos zeigen, dass die Partnerschaftsvereinbarung bereits eine Risikovorsorge enthält: Sollte Microsoft das Kaufziel nicht erreichen, muss OpenAI eigene Käufer finden. Noch besorgniserregender ist, dass OpenAI in der Vergangenheit bereits ähnliche Versprechen gemacht hat, die im Sande verliefen, wie beispielsweise eine zuvor gemeldete 100-Milliarden-Dollar-Kooperation mit NVIDIA im Bereich Rechenzentren, die nie zustande kam.
In der komplexen Wettbewerbslandschaft von heute zahlt Microsoft keine Umsatzbeteiligungen mehr an OpenAI und hat die exklusiven Technologierechte verloren. Unterdessen hat OpenAI damit begonnen, seine Modelle in Amazon AWS zu integrieren, um sich zu diversifizieren. In diesem heiklen Spiel der Allianzen wird die Bereitschaft von Microsoft, das enorme Beschaffungsrisiko für OpenAIs Traum vom selbst entwickelten Chip zu schultern, direkt darüber entscheiden, ob das Nexus-Projekt abhebt oder nur ein weiterer teurer Plan auf dem Papier bleibt.
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