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Apple und Google gehen eine Partnerschaft mit Anthropic ein, um eine 27 Jahre alte Sicherheitslücke mithilfe des „Glass Wing Protection“-Konzepts zu beheben
Da künstliche Intelligenz bei der Codegenerierung und beim logischen Schlussfolgern rasante Fortschritte macht, steht die Cybersicherheitslandschaft vor beispiellosen Herausforderungen. Vor kurzem hat das renommierte KI-Startup Anthropic offiziell eine branchenübergreifende Zusammenarbeit namens **„Project Glasswing“** ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, modernste KI-Modelle zur Abwehr immer komplexerer KI-gesteuerter Cyberangriffe einzusetzen.
Diese „Superallianz“ kann mit einer beeindruckenden Liste von Gründungspartnern aufwarten, darunter Apple, Google, Amazon (AWS), Microsoft und Nvidia sowie führende Unternehmen im Bereich Cybersicherheit wie Cisco, Broadcom, CrowdStrike und Palo Alto Networks. Darüber hinaus haben sich JPMorgan Chase und die Linux Foundation der Initiative angeschlossen.

„Gift mit Gift bekämpfen“: Bekämpfung potenzieller Sicherheitsbedrohungen
Das Herzstück der Initiative bildet ein von Anthropic entwickeltes experimentelles Modell namens „Claude Mythos Preview“, das noch nicht öffentlich veröffentlicht wurde. Dieses Modell zeigt starke Fähigkeiten bei der Aufdeckung und Ausnutzung von Software-Schwachstellen. In vorläufigen Tests identifizierte Mythos erfolgreich Tausende von hochriskanten Schwachstellen, darunter eine seit 27 Jahren in kritischen Infrastrukturen wie OpenBSD schlummernde, hartnäckige Schwachstelle, die Systemabstürze aus der Ferne verursachen kann.
Anthropic warnt davor, dass bestehende Abwehrsysteme von Betriebssystemen und Browsern extrem anfällig würden, sollten solche Fähigkeiten in die Hände böswilliger Akteure gelangen. Um Schwachstellen zu beheben, bevor Angreifer dies tun, wird Anthropic den teilnehmenden Mitgliedern ein Nutzungskontingent im Wert von 100 Millionen US-Dollar für „Mythos Preview“ zur Verfügung stellen und 4 Millionen US-Dollar direkt an Open-Source-Sicherheitsorganisationen spenden, um zur Stärkung der Basissoftware beizutragen.
Langfristige Verteidigungsstrategien
Für normale Nutzer werden sich möglicherweise keine unmittelbaren Änderungen an der Benutzeroberfläche von iOS oder macOS bemerkbar machen, doch die zugrunde liegenden Sicherheitsmechanismen werden einer tiefgreifenden Umstrukturierung unterzogen. Zuvor hatte Apple bereits Abwehrmaßnahmen für postquantenverschlüsselte Kommunikation über das PQ3-Protokoll von iMessage eingeführt. Die Teilnahme am „Glasswing-Projekt“ ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Reaktion auf KI-gestützte Angriffe.
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