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Anthropic reicht heimlich einen Antrag auf Börsengang ein; Autman: „Keine Eile, die Technologie steht im Mittelpunkt“

Der Wettbewerb um Kapital und technologische Vorherrschaft im globalen KI-Sektor erreicht nun die öffentlichen Märkte. Am Montag (Ortszeit) gab Anthropic – weithin als stärkster Konkurrent von OpenAI angesehen – bekannt, dass es still und leise einen Antrag auf Börsengang bei den Aufsichtsbehörden eingereicht habe. Dies markiert einen Meilenstein in einer Entwicklung, die zu einer der am meisten erwarteten Wellen von Tech-Börsengängen in der Geschichte werden könnte.
Auf die Frage nach dem frühen Schritt des Konkurrenten blieb OpenAI-CEO Sam Altman während eines Interviews gelassen. Er betonte, dass es bei dem intensivsten Kampf im KI-Bereich nicht darum gehe, wer zuerst an der Wall Street sei, und merkte an, dass der Börsengang lediglich eine Kapitalbeschaffungsmaßnahme sei. OpenAI, so sagte er, werde sich nicht übermäßig auf bestimmte Zeitpläne konzentrieren. Nach Altmans Ansicht besteht die derzeitige Priorität des Teams darin, die fortschrittlichste Technologie auf den Markt zu bringen und das beste Unternehmen aufzubauen. Dennoch verrieten Insider, dass auch OpenAI seine eigenen Börsengangpläne vorantreibt, wobei das Unternehmen voraussichtlich noch in diesem Jahr die Eröffnungsglocke läuten wird.
Anthropic, ein 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründetes Einhorn-Unternehmen, wurde kürzlich mit fast 1 Billion US-Dollar bewertet. Das explosive Wachstum im vergangenen Jahr ist vor allem der enormen Beliebtheit seines Programmiertools „Claude Code“ bei Entwicklern zu verdanken. Nach den üblichen Verfahren benötigen Unternehmen in der Regel sechs bis neun Monate nach Einreichung eines vertraulichen Börsengangs, bevor sie offiziell an die Börse gehen können. Das bedeutet, dass die öffentlichen Märkte im nächsten halben Jahr eine Welle von Börsengängen von Giganten wie Anthropic, OpenAI und Elon Musks SpaceX erleben werden – was gewöhnlichen Anlegern eine direkte Möglichkeit bietet, am KI-Boom teilzuhaben.
Auf die Frage, ob es im KI-Sektor letztendlich zu einem „Winner-takes-all“-Szenario kommen werde, antwortete Altman mit einem klaren Nein. Er ist fest davon überzeugt, dass künstliche Intelligenz zu einem unverzichtbaren Bestandteil der sozialen Infrastruktur werden wird. Unter Berücksichtigung von Sicherheit und Stabilität, so argumentierte er, hätten die globalen Märkte allen Grund, ein diversifiziertes Ökosystem mit mehreren Anbietern zu fordern. Dieses gesunde Umfeld, in dem mehrere starke Akteure nebeneinander bestehen, würde sowohl der Branche als auch ihren Nutzern zugutekommen.
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