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Anthropic skizziert ehrgeizigen Plan für 50-Milliarden-Dollar-Ausbau von Rechenzentren

Am Mittwoch gab Anthropic eine wichtige neue Allianz mit dem britischen Neocloud-Anbieter Fluidstack bekannt und versprach Investitionen in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar für den Bau von Einrichtungen in den Vereinigten Staaten, um den steigenden Rechenanforderungen gerecht zu werden.
Die neuen Rechenzentren, die in Texas und New York entstehen sollen, sollen im Laufe des Jahres 2026 in Betrieb genommen werden. Das Unternehmen erklärte, diese Standorte seien „speziell für Anthropic gebaut und darauf ausgelegt, die Effizienz für unsere spezifischen Arbeitslasten zu maximieren”.
„Wir stehen vor einer Ära der KI, die wissenschaftliche Durchbrüche beschleunigen und komplexe Herausforderungen auf beispiellose Weise bewältigen kann“, sagte Dario Amodei (siehe oben), CEO und Mitbegründer von Anthropic, in einer offiziellen Erklärung. „Um dieses Potenzial auszuschöpfen, ist eine Infrastruktur erforderlich, die eine kontinuierliche Entwicklung an der Grenze des Machbaren ermöglicht.“
Angesichts der erheblichen Rechenanforderungen der Claude-Modellfamilie von Anthropic unterhält das Unternehmen bereits bedeutende Cloud-Partnerschaften mit Google und Amazon (das auch Investor ist). Diese Initiative ist jedoch der erste große Vorstoß des Unternehmens in die Entwicklung einer maßgeschneiderten Infrastruktur. Die Zusage von 50 Milliarden US-Dollar ist zwar bedeutend, entspricht aber den internen Umsatzprognosen des Unternehmens, wonach Anthropic bis 2028 einen Umsatz von 70 Milliarden US-Dollar und einen positiven Cashflow von 17 Milliarden US-Dollar erreichen soll.
Obwohl 50 Milliarden US-Dollar eine enorme Investition an Kapital und Rechenleistung darstellen, werden sie dennoch von vergleichbaren Projekten der Konkurrenten von Anthropic in den Schatten gestellt. Meta hat sich verpflichtet, in den nächsten drei Jahren Rechenzentren im Wert von 600 Milliarden Dollar zu bauen, während die Stargate-Partnerschaft zwischen SoftBank, OpenAI und Oracle bereits 500 Milliarden Dollar für die Infrastruktur budgetiert hat. Dieser Anstieg der Ausgaben hat Bedenken hinsichtlich einer möglichen KI-Blase geweckt, die durch Befürchtungen über eine nachlassende Nachfrage oder eine Fehlallokation von Kapital getrieben wird.
Der Deal ist ein bedeutender Erfolg für Fluidstack, ein relativ neues Neocloud-Unternehmen, das sich während des Booms der KI-Infrastruktur als bevorzugter Anbieter etabliert hat. Das 2017 gegründete Unternehmen wurde im Februar zum Hauptpartner für ein von der französischen Regierung unterstütztes 1-Gigawatt-KI-Projekt mit einem Volumen von über 11 Milliarden Dollar ernannt. Laut Forbes hat Fluidstack bereits Partnerschaften mit Meta, Black Forest Labs und dem französischen Unternehmen Mistral geschlossen.
Fluidstack gehörte auch zu den ersten Drittanbietern, die die speziell von Google entwickelten TPUs erhielten, was die Leistungsfähigkeit des Unternehmens eindrucksvoll unterstreicht.
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