Spotify macht Googles NotebookLM mit einer neuen App Konkurrenz

Viele Unternehmen entwickeln mittlerweile KI-gestützte Funktionen, die E-Mails, Kalender, Dokumente und Notizen miteinander verknüpfen, um eine tägliche Zusammenfassung als Text oder Audio zu erstellen. Spotify zieht nun mit einer neuen eigenständigen Desktop-App namens „Studio“ von Spotify Labs nach.
Heute hat Spotify eine Funktion eingeführt, mit der Nutzer ein Thema erkunden können, indem sie einen Podcast dazu erstellen lassen. Das Tool berücksichtigt dabei auch den persönlichen Kontext, und da Apps im Jahr 2026 nicht darauf verzichten können, Agenten zu integrieren, verfügt die Studio-App über einen Agenten, der das Internet durchsucht und persönliche Daten abruft, um einen personalisierten Podcast zu erstellen.
Beispielsweise kann das Tool auf der Grundlage Ihrer E-Mails und Ihres Kalenders ein tägliches Briefing oder einen Podcast erstellen. Nutzer können mehrstufige Anfragen stellen, wie zum Beispiel: „Erstelle ein tägliches Audio-Briefing für meinen Roadtrip durch Italien. Führe mich anhand meines Kalenders und meiner Buchungen durch meinen Tag. Empfehle mir ein unvergessliches Restaurant in der Nähe meines Aufenthaltsortes. Und schließe mit einer Podcast-Empfehlung ab, die mir für die Fahrt gefallen würde“, um einen maßgeschneiderten Podcast zu erstellen.
Alle KI-generierten Podcasts werden in Ihrer Spotify-Bibliothek zum persönlichen Anhören gespeichert und geräteübergreifend synchronisiert. Sie werden nicht öffentlich geteilt.
Spotify weist darauf hin, dass es sich hierbei um eine frühe Vorschau der App handelt und die KI gelegentlich Fehler machen oder unzuverlässige Inhalte produzieren kann.
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Das Unternehmen veröffentlicht diese App als Forschungsvorschau in über 20 Märkten. Sie wird für ausgewählte Nutzer ab 18 Jahren verfügbar sein.
Dieses Tool wird mit Googles „NotebookLM“ konkurrieren, das vor einigen Jahren die Erstellung von Podcasts aus ausgewähltem Quellenmaterial populär gemacht hat. Ganz im Stil von Google hat das Unternehmen zudem eine separate Funktion veröffentlicht, mit der sich ein täglicher Podcast auf Basis des „Discover“-Feeds erstellen lässt. Seitdem wurde das Format der Podcast-Generierung zur Erkundung von Themen oder zum Erhalt täglicher Zusammenfassungen von Unternehmen wie Adobe und ElevenLabs sowie von Apps wie Hero und Huxe übernommen.
Die Einführung der Desktop-App durch Spotify folgt auf die kürzlich erfolgte Veröffentlichung eines Befehlszeilentools, mit dem Nutzer von Programmierwerkzeugen wie Claude Code oder Codex persönliche Podcasts erstellen und in ihrer Spotify-Bibliothek speichern können. Mit der neuen Studio-App und der Funktion für persönliche Podcasts können nun auch Nutzer ohne Programmierkenntnisse dieses Angebot nutzen.
Diese Einführung ist ein weiteres Beispiel für Spotifys Bestreben, in allen Bereichen rund um Audio präsent zu sein. Mit seiner Desktop-App könnte Spotify in Zukunft weitere Integrationen für die Podcast-Erstellung anbieten. Zudem könnte die App Systemtöne aufzeichnen und so zu einem Notiztool im Stil von Granola werden. Auch wenn dies reine Spekulation ist: Startups wie Rewind und Cluely haben sich als Tools zur Protokollierung von Besprechungen etabliert, sodass dies langfristig ein weiterer interessanter Bereich für das Unternehmen werden könnte.
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