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Oracles 50-Milliarden-Dollar-Glücksspiel mit KI: Tausende Entlassungen, 26 Milliarden Dollar Marktwertverlust
Oracle, einst unangefochtener Marktführer im Datenbankbereich, befindet sich derzeit in einer schwierigen Umbruchphase. Wie Qiankemeng unter Berufung auf ausländische Medien berichtet, hat Oracle am 31. März (Ortszeit) einen umfassenden Stellenabbau eingeleitet, von dem Tausende von Mitarbeitern vor allem in den USA und Indien betroffen sind.

Diese Entlassungen werden weithin als notwendiger Schritt angesehen, damit Oracle seine Cashflow-Probleme bewältigen kann. In dem Bestreben, auf der Welle der generativen KI mitzureiten, hat Oracle kürzlich erhebliche Schulden aufgenommen, um seine KI-Rechenzentren auszubauen. Allerdings haben erhebliche Zinsbelastungen und intensiver Wettbewerb dazu geführt, dass der Aktienkurs in diesem Jahr um 26 % gefallen ist.
Entlassungen sollen Cashflow für die „riesige Lücke“ in der KI-Infrastruktur freisetzen
Laut einer Analyse von TD Cowen müsste Oracle, wenn das Unternehmen sein derzeitiges Expansionstempo beibehalten will, seine Belegschaft um 20.000 bis 30.000 Mitarbeiter reduzieren, wodurch jährlich 8 bis 10 Milliarden US-Dollar an freiem Cashflow freigesetzt würden.
Schuldenlast: Im Januar kündigte Oracle Pläne an, sich 50 Milliarden US-Dollar an Fremd- und Eigenkapital zur Finanzierung seiner KI-Infrastruktur zu sichern.
Restrukturierungskosten: Aus den bei den Aufsichtsbehörden eingereichten Unterlagen geht hervor, dass die Restrukturierungskosten für das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich um 500 Millionen US-Dollar steigen werden, was darauf hindeutet, dass sich die Entlassungen verstärken könnten.
Stellenabbau: Mehrere Mitarbeiter bestätigten in den sozialen Medien, dass sie Kündigungen erhalten hätten, wobei als Grund „Stellenabbau nach einer Überprüfung der aktuellen Geschäftsanforderungen“ angegeben wurde.
Während Oracle aggressiv Rechenzentren aufbaut, um KI-Workloads zu unterstützen, liegt sein Marktanteil im Cloud-Computing immer noch weit hinter Amazon AWS, Microsoft Azure und Google Cloud zurück. Das Aufkommen generativer KI hat Chancen geschaffen, droht aber auch, Oracles Kerngeschäft aufgrund wachsender technologischer Lücken zu schwächen.
Oracle: Derzeit lässt sich die Situation von Oracle als „Geld leihen, um eine Schaufel zu kaufen“ beschreiben: Einerseits zahlt das Unternehmen hohe Zinsen für den Kauf von NVIDIA-Chips, andererseits senkt es die Personalkosten, um die Bücher auszugleichen. Die aktuelle Zwangslage von Oracle verdeutlicht die harte Realität, mit der etablierte Technologiegiganten konfrontiert sind: KI ist nicht nur ein Produktivitätsmotor, sondern kurzfristig auch ein Verhängnis für die Bilanz.
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