Google führt sprachgesteuerte Eingabeaufforderungen in Docs und Keep ein
Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O kündigte das Unternehmen an, sprachgesteuerte Eingabefunktionen für Workspace-Anwendungen wie Docs, Keep und Gmail einzuführen. Mit diesen Funktionen können Nutzer per Spracheingabe Entwürfe erstellen, Notizen machen und nach E-Mails suchen.
In Docs lässt sich ein Dokument komplett per Spracheingabe entwerfen. Während einer von TechCrunch gezeigten Demo rief ein Nutzer Lebenslaufdaten aus Drive ab, fügte Veranstaltungsdetails aus einer E-Mail hinzu und baute sogar einige humorvolle Anekdoten ein.

Bildnachweis: Google
Bisher mussten Nutzer alles eintippen und schrieben oft kurze Sätze, auf die mehrere Folgeäußerungen folgten, was zu zeitaufwändigen, mehrstufigen Gesprächen führte. Googles Idee ist, dass die Sprachsteuerung längere Sätze und mehrere Aufgaben in einem Durchgang ermöglicht. Die Funktion erkennt zudem, wenn man seine Meinung ändert, und passt ein Detail noch im selben Gesprächsabschnitt an.
Google-CEO Sundar Pichai erklärte, dass Nutzer in Zukunft Dokumente ausschließlich mit ihrer Stimme erstellen und bearbeiten können werden.

Bildnachweis: Google
Google fügt außerdem eine Möglichkeit hinzu, Gedanken per Spracheingabe in Keep zu speichern; die App wandelt die Transkription dann mithilfe von KI in eine strukturierte Notiz oder Liste um. Notiz-Tools wie Voicenote.com und AudioPen haben diese Funktion bereits vor einigen Jahren eingeführt. In jüngerer Zeit haben Diktat-Apps wie Wispr Flow, Monolouge und Aqua Voice sie in ihre Sprach-Eingabe-Produkte integriert.
Anfang dieses Monats hat Google sein eigenes Diktatprodukt „Rambler“ veröffentlicht, das in Gboard integriert ist und app-übergreifend funktioniert.
Der Player wird geladen…
Über Docs und Keep hinaus erweitert das Unternehmen Gmail um sprachbasierte Funktionen. Mit der neuen Funktion können Nutzer mit Gemini sprechen, um nach ihrem nächsten Flug, dem Code für eine Airbnb-Buchung oder dem Zeitpunkt eines Arzttermins zu fragen.
Tech-Unternehmen integrieren KI in jedes Produkt und jede Funktion, wodurch sich Nutzer zunehmend daran gewöhnen, längere und detailliertere Anfragen zu stellen.
Bei komplexen, mehrstufigen Anfragen ist die Sprache oft die einfachere Eingabemethode, um lange Sätze zu formulieren. Die heutigen Modelle sind zudem gut genug, um zu erkennen, wenn Nutzer mitten im Satz ihre Meinung ändern, und die endgültige Anfrage entsprechend auszugeben. Google beobachtet diesen Trend aufmerksam und fügt seinen Apps weitere sprachbasierte Funktionen hinzu.
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