Google stoppt AI-Fotosuchfunktion in stiller Zurücknahme

Google hat die Erweiterung seiner KI-Funktion "Ask Photos" in Google Fotos vorübergehend gestoppt. Das Tool, das seit letztem Herbst schrittweise eingeführt wurde, wird für Verbesserungen pausiert. "Ask Photos entspricht noch nicht unseren Standards", erklärte Jamie Aspinall, Produktmanager für Google Fotos, in einer Antwort auf das Feedback zu X. Er nannte drei Schlüsselbereiche, an denen gearbeitet werden muss: Reaktionsgeschwindigkeit, Qualität der Antworten und das allgemeine Nutzererlebnis.
Diese experimentelle Funktion wird von Googles fortschrittlichsten Gemini-KI-Modellen gesteuert. Google stellt klar, dass es eine spezielle Variante von Gemini verwendet, die ausschließlich für die Funktion "Fotos fragen" entwickelt wurde.
Aspinall erklärte, dass der Rollout in einem sehr begrenzten Umfang pausiert wurde, während sich das Team um diese Bedenken kümmert. Er geht davon aus, dass in etwa zwei Wochen eine deutlich verbesserte Version veröffentlicht wird, die die Geschwindigkeit und Genauigkeit der ursprünglichen Fotosuche wiederherstellt.
Am Dienstag kündigte Google außerdem Verbesserungen bei der Stichwortsuche in Fotos an. Nutzer können nun Anführungszeichen verwenden, um präzise Textübereinstimmungen in Dateinamen, Kameramodellen, Bildunterschriften oder Text innerhalb von Bildern zu finden. Bei der Suche ohne Anführungszeichen werden auch weiterhin visuelle Übereinstimmungen berücksichtigt.
Ursprünglich wurde "Ask Photos" auf der I/O 2024 im Mai letzten Jahres vorgestellt und als ein Tool beworben, mit dem man seiner Fotobibliothek praktische, alltägliche Fragen stellen kann - Fragen, die man normalerweise einer anderen Person stellen würde. Beispiele sind die Frage nach den Themen vergangener Kindergeburtstage oder nach den Nationalparks, die Sie besucht haben.
Zum Thema
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"Geminis Fähigkeit, verschiedene Arten von Inhalten zu verstehen, hilft ihm dabei, genau zu erfassen, was in jedem Foto passiert, und er kann bei Bedarf sogar Text innerhalb von Bildern lesen", erklärte Google in der ersten Ankündigung. "Ask Photos formuliert dann eine nützliche Antwort und wählt die relevantesten Fotos und Videos zum Teilen aus."
Dies ist nicht der erste Fall, in dem Google die Einführung einer KI-Funktion pausiert. Das Unternehmen befindet sich in einem sich rasch beschleunigenden KI-Wettbewerb mit anderen großen Technologieunternehmen und Start-ups.
Im vergangenen Mai, kurz nach der Einführung von "KI-Übersichten" in der Google-Suche, setzte Google die Funktion aus. Daraufhin wurden in den sozialen Medien zahlreiche bizarre und falsche Antworten geteilt, ohne dass die Nutzer die Funktion deaktivieren konnten. Zu den bemerkenswerten Fehlern gehörte, dass Barack Obama fälschlicherweise als erster muslimischer Präsident der USA bezeichnet wurde und dass den Nutzern vorgeschlagen wurde, Kleber auf die Pizza zu geben, damit der Käse nicht abrutscht.
Darüber hinaus hat Google im Februar letzten Jahres das Gemini-Tool zur Bilderzeugung mit großer Öffentlichkeitswirkung eingeführt, um es noch im selben Monat wieder zu stoppen. Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem Nutzer historische Ungenauigkeiten in den generierten Bildern festgestellt hatten, wie z. B. die Darstellung der US-Gründerväter als People of Color.
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