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Der annualisierte Umsatz von ClickHouse verdreifacht sich auf 250 Mio. US-Dollar und ebnet den Weg für den Börsengang

Der Datenbankanbieter ClickHouse hat laut Yury Izrailevsky, Mitbegründer und Leiter des Bereichs Produkt und Technologie, eine annualisierte Umsatzrate von 250 Millionen US-Dollar überschritten und damit gegenüber dem Vorjahr eine Verdreifachung verzeichnet. Izrailevsky geht davon aus, dass diese Zahl bis zum Jahresende einen hohen neunstelligen Betrag erreichen wird.
Im Januar wurde ClickHouse nach einer von der Dragoneer Investment Group angeführten Serie-D-Finanzierungsrunde in Höhe von 400 Millionen US-Dollar mit 15 Milliarden US-Dollar bewertet. Diese Bewertung entspricht einem hohen Vielfachen von mehr als dem 60-Fachen des annualisierten Umsatzes.
Laut Izrailevsky (Bild links) versetzen das rasante Umsatzwachstum und die hohe Bewertung das Unternehmen in die Lage, innerhalb der nächsten Jahre an die Börse zu gehen. ClickHouse reiht sich in eine kleine, aber wachsende Gruppe von Tech-Start-ups ein, die einen Börsengang ins Auge fassen, da sich das Fenster für Börsengänge nach dem historischen Debüt von SpaceX im Juni und den mit Spannung erwarteten Börsengängen von OpenAI und Anthropic im Laufe dieses Jahres voraussichtlich weit öffnen wird.
Im vergangenen Herbst ernannte das Start-up Jimmy Sexton zum Finanzvorstand; zuvor leitete er den Bereich Investor Relations bei Snowflake, einem wichtigen Wettbewerber. Die Einstellung eines Finanzvorstands wird oft als Zeichen dafür gewertet, dass sich ein Unternehmen auf den Börsengang vorbereitet.
Das Unternehmen hat bislang sechs Start-ups übernommen, darunter Langfuse, das Entwicklern hilft, die Leistung von KI-Agenten zu überwachen und zu bewerten. Izrailevsky erklärte, ClickHouse wolle weiterhin Akquisitionen tätigen und dabei „relativ junge Start-ups mit vielversprechender Technologie“ – oft Open-Source – ins Visier nehmen, die die eigene Kernproduktpalette ergänzen.
Die Technologie hinter ClickHouse wurde ursprünglich vor 17 Jahren beim russischen Suchriesen Yandex entwickelt und 2021 als eigenständiges Start-up ausgegliedert.
ClickHouse bedient über 4.000 Kunden, darunter Anthropic, Meta, Capital One und Decagon.
Die Open-Source-Datenbank des Start-ups ist darauf ausgelegt, die riesigen Datensätze zu verarbeiten, die KI-Agenten benötigen. ClickHouse erzielt seinen Umsatz durch verwaltete Cloud-Dienste. Izrailevsky erklärte, dass das kommerzielle Angebot die Kunden tatsächlich weniger kostet als die eigene Verwaltung der Open-Source-Version – „etwas, das zwar etwas kontraintuitiv ist, für uns aber auch ein großer Rückenwind war.“
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