Kaliforniens Generalstaatsanwalt verklagt xAI wegen Deepfake-Pornografie

Anfang dieser Woche leitete der Generalstaatsanwalt von Kalifornien eine Untersuchung gegen xAI ein, nachdem Berichte bekannt geworden waren, dass dessen Chatbot „Grok“ dazu genutzt wurde, nicht einvernehmliche sexuelle Darstellungen von Frauen und Minderjährigen zu generieren. Am Freitag verschärfte der Staat seine Reaktion durch die Zustellung einer Unterlassungsaufforderung, in der das Unternehmen aufgefordert wurde, die Erstellung solcher intimen Bilder und von Material über sexuellen Kindesmissbrauch (CSAM) unverzüglich einzustellen.
„Ich habe xAI heute eine Unterlassungsaufforderung zugestellt, in der ich das Unternehmen auffordere, die Erstellung und Verbreitung von Deepfakes, nicht einvernehmlichen intimen Bildern und Material über sexuellen Kindesmissbrauch unverzüglich einzustellen“, erklärte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta in einer Pressemitteilung. „Diese Aktivitäten sind illegal. Ich erwarte von xAI, dass es dieser Aufforderung unverzüglich nachkommt. Kalifornien zeigt keinerlei Toleranz gegenüber CSAM.“
Die Generalstaatsanwaltschaft behauptete ferner, dass xAI offenbar „die groß angelegte Produktion“ von nicht einvernehmlichen Nacktbildern „ermöglicht“, die dann „dazu verwendet werden, Frauen und Mädchen online zu belästigen“. Die Behörde hat xAI fünf Tage Zeit gegeben, um nachzuweisen, dass es konkrete Schritte zur Lösung dieser Probleme unternimmt.
Im Mittelpunkt der Kontroverse steht der „Spicy“-Modus von Grok, eine von xAI entwickelte Funktion zur Erzeugung expliziter Inhalte. Die Gegenreaktion hat sich über Kalifornien hinaus ausgeweitet: Japan, Kanada und Großbritannien haben eigene Ermittlungen gegen Grok eingeleitet. Malaysia und Indonesien haben den Zugang zur Plattform vorübergehend vollständig gesperrt. Obwohl xAI am späten Mittwoch einige Einschränkungen für seine Bildbearbeitungsfunktionen eingeführt hatte, erließ der kalifornische Generalstaatsanwalt die Unterlassungsverfügung.
Das Sicherheitsteam von X hat diese Art von Nutzeraktivitäten bereits zuvor verurteilt und erklärt: „Jeder, der Grok nutzt, um illegale Inhalte zu erstellen, muss mit denselben Konsequenzen rechnen, als hätte er diese direkt hochgeladen.“ Als TechCrunch xAI um eine Stellungnahme bat, erhielt es eine automatisierte E-Mail-Antwort mit dem Wortlaut: „Legacy Media Lies.“ TechCrunch wandte sich zudem an die kalifornische Generalstaatsanwaltschaft, um weitere Informationen zu erhalten.
Der Aufstieg frei verfügbarer generativer KI-Tools hat zu einem besorgniserregenden Anstieg nicht einvernehmlicher sexueller Inhalte geführt. Dies ist eine Herausforderung, mit der viele Plattformen konfrontiert sind, nicht nur X. Das Thema hat die Aufmerksamkeit sowohl von Staatsbeamten als auch von Bundesgesetzgebern auf sich gezogen. Tatsächlich sandte der Kongress am Donnerstag einen Brief an Führungskräfte mehrerer großer Tech-Unternehmen – darunter X, Reddit, Snap, TikTok, Alphabet und Meta – und erkundigte sich nach deren Plänen zur Bekämpfung der Verbreitung sexualisierter Deepfakes.
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