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Ashton Kutcher verlässt Sound Ventures und gründet gemeinsam mit Morgan Beller eine neue Risikokapitalgesellschaft

Laut dem „Wall Street Journal“ verlässt Ashton Kutcher Sound Ventures – die Firma, die er vor elf Jahren gemeinsam mit Guy Oseary gegründet hatte –, um seinen eigenen Risikokapitalfonds zu gründen. Die neue Firma des Schauspielers und Investors wird gemeinsam mit Morgan Beller gegründet, der bis vor kurzem als General Partner bei der auf Seed-Finanzierungen spezialisierten VC-Firma NFX tätig war und zuvor das Kryptowährungsprojekt „Libra“ von Meta mitgeleitet hatte. Beller war zudem fast drei Jahre lang Partner bei Andreessen Horowitz.
TechCrunch hatte bereits zuvor berichtet, dass Kutcher seinen Ausstieg vorbereite; der Artikel des WSJ bestätigt dies und liefert weitere Details zu seinen Plänen mit Beller. Der Name der neuen Firma wurde noch nicht bekannt gegeben.
Kutchers Weggang scheint nicht auf Probleme bei Sound Ventures hinzudeuten – Investoren verlassen oft Unternehmen mit unterdurchschnittlicher Performance, doch das ist hier nicht der Fall. Die Firma, die Unternehmen wie Brex und Gusto unterstützt hat, war zudem ein früher Investor bei OpenAI, Anthropic und Fei-Fei Lis World Labs.
Die Trennung ist auch deshalb bemerkenswert, weil sie Aufschluss darüber gibt, in welche Richtung sich KI-Investitionen entwickeln: Sound hat seinen Ruf auf konzentrierte, von starker Überzeugung getragene Investitionen in branchenführende KI-Labore aufgebaut, während sich Kutchers neuer Fonds offenbar auf die Ebene unterhalb dieser Unternehmen konzentriert – die Infrastruktur und die Energie, die sie antreiben.
„Er und sein Fonds schaffen es regelmäßig in [meine] Rangliste der besten Unicorn-Investoren. Ein interessanter Fall!“, schrieb der Stanford-Finanzprofessor Ilya Strebulaev, der besonders erfolgreiche Risikokapitalgeber beobachtet, auf X.
Der Schauspieler kennt Sam Altman von OpenAI bereits seit dessen Gründung von Loopt – Jahre vor dem Start des ChatGPT-Entwicklers.
Laut dem WSJ war Kutchers Ausscheiden teilweise auf unterschiedliche Ansichten darüber zurückzuführen, auf welche Phasen von Start-ups man sich bei Investitionen konzentrieren sollte, wobei Sound eher dazu neigte, bereits etabliertere Unternehmen zu unterstützen, anstatt auf Start-ups in sehr früher Phase zu setzen.
Kutcher und Beller konzentrieren sich auf Frühphaseninvestitionen in Start-ups aus den Bereichen KI-Infrastruktur, Energie und Deep Tech – also Unternehmen, die auf bahnbrechenden Errungenschaften in den Naturwissenschaften und im Ingenieurwesen basieren und nicht allein auf Software.
Trotz seines Ausscheidens bei Sound Ventures wird Kutcher weiterhin als Berater für das Unternehmen tätig sein. Im Gegenzug werden Oseary und Effie Epstein, General Partner bei Sound, die neue Firma von Kutcher und Beller beraten.
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