Apple führt Blutsauerstoffmessung in den neuesten Uhrenmodellen wieder ein

Die Funktion zur Überwachung des Blutsauerstoffs kehrt auf ausgewählte Apple Watch-Modelle zurück - wenn auch in abgewandelter Form. Ab heute veröffentlicht Apple ein Software-Update, das diese Funktion für die Modelle der Series 9, Ultra 2 und die kürzlich vorgestellten Modelle der Series 10 über ein neu gestaltetes System reaktiviert, das die Importbeschränkungen der International Trade Commission erfüllt.
Die Umgehung funktioniert folgendermaßen: Anstatt die Daten direkt am Handgelenk zu verarbeiten, übertragen kompatible Apple Watches nun die Blutsauerstoffmessungen zur Analyse an gekoppelte iPhones. Die Messwerte werden zwar nicht auf dem Zifferblatt der Uhr angezeigt, aber die Nutzer können sie über den Abschnitt "Atmung" in der iPhone Health App abrufen. Apple bestätigt, dass die US-Zollbehörde den Import von Uhren mit dieser überarbeiteten Funktion genehmigt hat.
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Diese aktualisierte Funktionalität gilt ausschließlich für Apple Watches, die nach dem 17. Januar 2024 hergestellt wurden - dem Datum, an dem das ITC-Verbot vollständig durchsetzbar wurde. Bereits existierende Modelle und international verkaufte Geräte behalten ihre ursprünglichen Blutsauerstoff-Funktionen bei. Verbraucher können die betroffenen Modelle anhand der auf LW/A endenden Seriennummern identifizieren. Um die überarbeitete Funktion zu aktivieren, müssen Besitzer der Series 9, Ultra 2 und Series 10 auf watchOS 11.6.1 aktualisieren und es mit iOS 18.6.1 koppeln.
Die Änderung resultiert aus dem laufenden Rechtsstreit zwischen Apple und Masimo, einem führenden Hersteller von medizinischen Pulsoximetern. Der Konflikt begann, als Masimo 2020 eine Klage wegen angeblicher Patentverletzung und Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen einreichte, gefolgt von einer ITC-Beschwerde 2021, die im Dezember letzten Jahres zu einem Importverbot führte. Apple erhob eine Gegenklage gegen Masimo wegen seiner Smartwatch-Designs und reichte eine umfangreiche 916-seitige Berufung gegen die ITC-Entscheidung ein. Da die Patente von Masimo bis 2028 gültig sind, gibt es keine Anzeichen für eine baldige Lösung dieses komplexen Rechtsstreits.
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